Zur Einführung dieser Artikel:
ZitatKriminalität/ Pillenhandel mit Selbstmord-Kandidaten im Internet - sechs Tote Wuppertal (dpa)
- Mit der Todessehnsucht von 20 Selbstmord- Kandidaten soll ein 23-Jähriger in Wuppertal lukrative Internet- Geschäfte mit fatalem Ausgang gemacht haben. Sechs Menschen kamen durch die Pillen, die der Eventmanager verkaufte, ums Leben. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal erhob am Donnerstag Anklage wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in 19 besonders schweren Fällen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er sich den Angaben zufolge bisher nicht geäußert. Ein weiterer Fall, bei dem ein Mann die Medikamente lediglich gegen seine Nervenkrankheit eingesetzt hatte, wird zwar ebenfalls zur Anklage gebracht, jedoch nicht als besonders schwer eingestuft. Falls der Angeklagte schuldig gesprochen wird, drohen ihm für jede schwere Tat bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe. Unter dem Namen "Buddha" hatte sich der 23-Jährige der Anklageschrift zufolge in Gesprächsforen für Selbstmörder eingeklinkt. Dabei gab er sich teils selbst als Selbstmordwilliger, teils als Medizinstudent aus, der ein buchstäblich todsicheres Mittel zu verkaufen habe. 20 Mal soll der Angeklagte Päckchen mit Anti-Epileptika und starken Beruhigungspillen verschickt haben - für 200 bis 1500 Euro pro Portion. Sechs Empfänger nahmen sich mit den Arzneimitteln das Leben. Die anderen Geschädigten fielen tagelang ins Koma. Aufgedeckt wurden die Machenschaften, nachdem ein 19-Jähriger aus dem brandenburgischen Ewerswalde halb tot in einem Hotel gefunden worden war - der 12. Fall des mutmaßlichen Medikamentenhändlers. "Der Mann konnte ins Leben zurückgeholt werden, allerdings mit dramatischen körperlichen Konsequenzen", berichtete der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Alfons Grevener. Die Eltern des jungen Mannes, der bereits von Leichenflecken gezeichnet war, schalteten daraufhin die Ermittler ein. Für die Justiz sei der Fall nicht unproblematisch, da weder 'Selbsttötung noch die Beihilfe dazu in Deutschland strafbar seien, erläuterte Grevener. Trotz der sechs Todesopfer könne der Angeklagte daher nicht wegen eines Kapitaldelikts verurteilt werden. dpa bg yynwd pn
Wenn ich so was lese, dann bekomme ich das große Kotzen. Leider aber ist nach deutschem Recht einfach keine Handhabe da, sollte es in diesem Fall dann wirklich zu einem Urteil kommen, dann sind da max 10 Jahre oder so, zu erwarten.
Aber ich habe mich ja mit ähnlicher Materie schon mal befasst, ich habe aber wieder alles eingestellt, weil eben keine gesetzliche Handhabe da ist. Dabei ging es um Foren, die Methodendiskusion zulassen und die auch bis ins letzte Detail praktizieren. Derzeit kann man einfach nichts machen.
Auf der neuen Seite von Bluestar, also https://www.suchtundselbsthilfe.de/www.selbstmord.de, ist sicher so was nicht vorgefallen, weil für diesen Admin und Freund lege ich die Hand ins Feuer.
Die Presse aber hat auch dort schon versucht, Kontakt aufzubauen und diese Domain ins Spiel zu bringen. In einem Artikel in Netz wird von Web Server's Default Page geschrieben, die ist aber abgeschalten.
Es gibt auch einen Thread auf sm.de --> Link
Jetzt geht das Ganze wieder von vorne los, Internet und 'Selbstmord ist schlecht und ist womöglich auch oft schuld. Wie es schon so schön heißt, einschlägige Foren
Nun habe ich auch lange überlegt, was man als Betreiber solch einer Seite machen soll. Gut, SuS ist kein Selbstmordforum in dem Sinn, aber nur weil wir ne andere Domain haben, so ist es ja nicht ausgeschlossen, dass auch hier solch krasse Vorfälle geben könnte.
Bluestar handelt richtig, er unterbindet PN und Chat, aber förderlich ist es für seine Seite ja auch nicht, wo sich die gerade im Aufbau befindet.
Ich für meinen Teil habe wie folgt entschieden:
SuS bleibt wie es ist, solange keine derartigen Vorfälle bekannt werden!
Die Werbeattacke letztens hat gezeigt, die User hier melden umgehend Regelverstöße. Genau auf das vertraue ich jetzt auch! Es muss einfach jedem Nutzer hier klar sein, wenn wir nicht zusammenhalten, dann gibt es solche Angebote irgendwann nicht mehr.
Seht also das Team nicht als Aufpasser an, sondern als Mitstreiter und Gleichgesinnte.
Wenn jemals sowas bei SuS vorkommen würde, dann wird diese Seite umgehend geschlossen, für immer.
Seit geraumer Zeit gibt es eine Plattform, wo sich Webmaster von verschiedenen Seiten austauschen, alles sind Foren mit ähnlichen Themen.
Dort wird man hoffentlich eine Lösung suchen und finden, denn alle Foren können nicht angeprangert werden, nur weil se sich mit psychischen Problemen oder Selbstmordgedanken beschäftigen.
Franz
edit: hier noch zum nachlesen im Netz -->Todespillen