Was kann ich tun? Psychose und Sucht (clean)

  • Hallo,

    ich habe eine Frage, da ich nciht weiß, wo genau man jetzt ansetzen muss. Kurze Erklärung:
    Mein Ehemann ist seit vielen Jahren clean. Aber genauso lange leidet er an Psychosen. Er hat gelernt damit zu leben bzw. denkt, er würde das beste daraus machen. Medikamente nimmt er keine. Vor Jahren hat er einige probiert, da die Nebenwirkungen aber meißt so enorm sind, hat er sie abgesetzt. Seit ein paar Wochen hat er enormen Suchtdruck. So schlimm wie in den ganzen Jahren nicht. Der druck wird immer stärker. Er selbst sagt, er schafft das schon. Aber ich merk ja wie er sich quält. Nun meine Frage. Sollten wir eher zur Suchtberatung oder zum Psychater? Mich verwirrt das alles ein bißchen... möcht ihm einfach nur helfen und weiß nciht wie. Habe ganz große Angst, da er selbst sagt, wenn ihm jetzt jemand was geben würde, könnte er nicht mehr nein sagen.

  • Hi Katja,

    das lässt sich nicht so einfach beantworten.
    Das mit dem plötzlich auftretendem Suchtdruck kann schonmal vorkommen...
    Gab es denn einen akuten Auslöser?

    Was die Medis angeht - ich würde da an seiner Stelle schon versuchen, am Ball zu bleiben.
    Die Medikamente werden ja nach und nach besser und die Nebenwirkungen geringer!
    Es dauert halt, bis das richtige Medikament gefunden ist.

    Habt ihr einen guten Hausarzt, vielleicht könnt ihr den ja mal befragen.
    Ich hoffe, es kann euch hier jemand genaueres sagen, wie das ist mit einer ev. Selbsteinweisung zum Schutz vor nem Rückfall...

    LG erstmal.Ganesha

  • Hi Katja,

    das ist nur meine persönliche Meinung:

    Bei Psychotikern ist Selbstmedikation auch immer ein Thema. So sehr gewisse Stoffklassen einerseits psychotische Symptome triggern können, haben sich gleichzeitig eine gefühlt lindernde Wirkung.
    Eventuell ist es so, dass die Problematik in letzter Zeit bei ihm etwas zugenommen hat. Das erzeugt natürlich Stress, welcher wiederum die Symptome anheizen kann, und so weiter. Das Rad beginnt sich zu drehen, und am Ende steht vielleicht ein schlimmerer akuter Schub. Hab ich in der Form bei einem Freund schon mehrfach so erlebt. Dessen Lebenslauf ist da ähnlich. Plötzlich aufkeimender Suchtdruck ist für ihn persönlich ein Vorwarnsignal.

    Will sagen, dass das unbedingt psychiatrisch abgeklärt gehört. Die Betreffenden merken manchmal selbst gar nicht so genau, wenn sich da etwas heimlich anschleicht.

    LG
    WbD

  • Hallo Katja,

    vielleicht ist ja in Eurer Naehe eine Suchtklinik in der er eine sogenannte Krisenintervention durchfuehren kann wenn es ihm selbst zu schwer wird. Suchtdruck kann leider immer wieder auftauchen und kleinste Kleinigkeiten koennen da ein Ausloeser fuer sein. Wenn Euer Hausarzt informiert ist dann lohnt es sich sicher da mal das Gespraech zu suchen. Seine Art mit Medikamenten umzugehen ist mir nicht ganz unbekannt aber gerade bei Antidepressiva braucht es seine Zeit bis das das passende Medikament in der richtigen Dosis gefunden ist. Leider braucht der Koerper dann auch seine Zeit sich darauf einzustellen um dann Stueck fuer Stueck die Nebenwirkungen zu verringern. Aber deshalb die Medikamente abzusetzen kann die falsche Entscheidung sein. Das sollte er vielleicht noch einmal ueberdenken und mit dem Arzt besprechen.

    Viele Gruesse:

    Siegfried

    ----------Beitrag automatisch hinzugefügt um 11:30 ---------- Vorheriger Beitrag war um 11:21 ----------

    Nachtrag:

    Zur Krisenintervention wird eine ganz normale Einweisung wie fuer eine Entgiftung vom Hausarzt benoetigt.

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