Die Geschichte mit dem Hammer
(Watzlawik)
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt der Mann, hinüber zugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will?
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Wie oft ist es tatsächlich so, dass Phantasien über Andere und ihre möglichen Reaktionen einen an der Erfüllung von Bedürfnissen hindern? Stattdessen konfrontiert man sein Gegenüber mit dem 'Ergebnis' einer langen Gedankenkette und es kommt zu einem Missverständnis. Und es gibt nur wenige Dinge, die sich besser dazu eignen, bei den eigenen alten Überzeugungen zu bleiben und damit zu Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen zu führen.
Vielleicht nicht ganz so deutlich, wie in dieser Geschichte, aber die meisten Streitgespräche laufen doch wirklich so ab: Oft "weiß" man schon zu Beginn des Gesprächs, wie es enden wird! Und dadurch werden "zwischen den Zeilen" eines vermeidlich sachlichen Gesprächs unbewusst Erwartungen und Beziehungsbotschaften ausgetauscht. Und meistens bemerken die Beteiligten das nicht einmal, aber auf Beobachter wirkt's gesprächsbestimmend..