Depressionen vorübergehen!?

  • Es tut mir Leid, dass ich so viele Themen eröffne... na, irgendwie nicht. Sonst würde ich es nicht machen... aber ich komme derzeit nicht klar.

    Seit etwa 2 Monaten geht das schon. Ich bin überfordert auf Arbeit, fehle mehr als ich anwesend bin und genieße die reinen depressiven Phasen, in denen ich stundenlang an die Wand starre. Aber so?

    Ich mache Sport, um diese Depressionen zu überwinden.
    Täglich gehe ich raus, versuche es zumindest. Irgendwann bekomme ich keine Luft mehr, bis ich wieder nach Hause gehe. Dort hasse ich mich, bin aufgewühlt. Ich bin im Fitnesscenter. Seit 2 Wochen nicht mehr. Die letzten male habe ich so verkrampft... es geht nicht mehr.
    Heute möchte ich es wieder versuchen. Aber ich bekomme nichts auf die Reihe.

    Meine Wohnung sieht aus wie 1 Monat nicht aufgeräumt und das innerhalb von 2 Tagen. Ich hab ne Katze, die ich grade so verpflegen kann und wie gesagt.. diese Depression hält schon seit 2 Monaten fast durchgängig an.

    Meinen Job kann ich fast vergessen, aber irgendwie will sie mich nicht schmeißen. Auch wenn ich fast die ganze Zeit unentschuldigt gefehlt hab. (Ist eine "Belastungstrainingsmaßnahme")

    Komme nicht mehr klar.. nicht wirklich. Weiß nicht, was tun.
    Medikamente werde ich nicht nehmen! (Suizidgefahr, pflanzliche Dinge helfen nicht. Werde davon nur noch aufgewühlter)

    Schlafen kann ich nicht vor 5 Uhr morgens und um 7 Uhr muss ich wieder zur Arbeit.

    Ich komme nicht mehr klar.
    Kennt jemand Rat?

  • Hallo Inside,

    das was Du da beschreibst wie es Dir geht, hört sich wirklich gar nicht gut an.

    Warst Du schon mal in therapeutischer Behandlung?

    Warum Deine abwehrende Haltung gegen Medikamente?

    LG

    schelliiee

  • Eibe Depression muss nicht für ewig bleiben. Aber von alleine geht sie in der Regel auch nicht weg.
    Ich denke du solltest unbedingt proffesionelle Hilfe in Anspruch nehmen und dem Problem auf den Grund gehen. Denn irgendwas läuft da ganz klar nicht so wie es sollte.

  • Guten Tag Inside ..

    dein Abneigung gegen Medikamente kann ich verstehen .. ich will auch keien nehmen, obwohlich manchmal richtg fertig bin ...

    Ich kann mich den anderen nur anschließen .. versuche aus dem "Loch" rauszukommen und wenn es sein muss (und so wie sich es anhört muss es sein) mit therapeutischer Hilfe .. schon mal drüber anchgedacht bzw. schon Erfahrungen gesammelt ... ?

    GLG und das du die Kraft hast aus allem irgendwie rauszukommen!

  • Danke für eure Antworten

    Ja, ich war in therapeutischer Behandlung, und habe nach dem 22. August auch ein Vorgespräch bei einer Therapeutin.
    Vielleicht auch früher, da am 11. eine andere Therapeutin aus dem Urlaub kommt (die andere ist im Urlaub).

    Medikamente nehme ich nicht ein, weil es eine leichte Version ist, eine Überdosis zu nehmen. In meine Wohnung kommen weder Asperin noch sonstiges mehr!!!

    Aber ich weiß nicht, was ich bis dahin machen soll.... denn es muss doch weitergehen. Aber da ich an dem Gedanken eines Umzugs habe, was ich auch verwirklichen werde(!), bin ich eher in Planung und nicht mehr hier. Leider aber auch nicht wirklich hier, sondern auch woanders.

    Da noch andere "Quälgeister" sind, die meinen Tagesablauf extem derzeit stören macht das ganze auch nicht so leicht. Aber sowas kann ich in einer Therapie nicht ansprechen. :face_with_rolling_eyes:

    Ja, ich habe negative Erfahrungen damit gemacht........
    Meine ersten Therapien waren mit 9 Jahren. (Fiel in die Schulzeit, war okay...)
    Zwischenzeitlich paar Therapeuten durch, bis 15 Jahren... in diesem Alter in zig Beratungsstellen und bei einigen Therapeuten.

    Aber alle haben gesagt, ich sei zu faul. Ich will nur nicht. Alles Pupertät. Niemand hörte zu.

    Mit 18 Jahren dann erneut eine Therapeutin gesucht, gefunden, die mich nach dem 3. Gespräch in eine Klinik verwiesen hat. Damit was das Thema für sie erledigt.

    Für mich auch..... ich war fertig, sodass ich meine Ausbildung geschmissen hab.
    Letztes Jahr erneut eine stat. Therapie. Hat mir gezeigt, dass ich mich leiden darf und mich in die Magersucht getrieben. (Bin inzwischen wieder etwas mehr raus)

    Aber alles hab ich allein geschafft. Ich weiß auch, dass ich raus komme. Aber ich fühle mich so gefangen.... ich wollte nochmal eine Ausbildung beginnen. War so froh, dass ich eine "Berufsvorbereitungsmaßnahme" erhalten habe. Aber hab mich dann vielleicht doch überschätzt.

    Die Familie fragt jedesmal... es engt mich ein.

    Also möchte ich raus... raus aus dieser Stadt... weiter weg. Mit einem dickeren Bauch rumlaufen... mit vernarbten Armen und Beinen.... na und?


    Ich werde mein Leben in den Griff bekommen. das weiß ich. Nur dafür brauche ich keine Therapeutin, die alles auf Faulheit schiebt, sondern MICH ernst nimmt. Und wenn es geht, auch das "uns" versteht. Doch dies verlange ich doch nicht.... nicht wirklich.

    mh... weiß nicht...


    Ich weiß nicht....

  • Mhh so gehts mir auch im Moment meine Ausbildung hat gerade begonnen und wenn ich höre wieviel ich lernen muss was ich schon alles falsch gemacht habe usw. wächst mir das übern Kopf. Ich habe zu Hause Probleme und mit meinen Freunden läuft es gerade auch nicht sehr gut ich weiß das dass warscheinlich nur ein Tiefpunkt in meinem Leben ist der auch wieder vorbei geht aber ich kann dieses Gefühl in mir garnicht beschreiben ich sitze auf meinem Bett abends und starre 1,2 Stunden nur an die Wand und denke über alles Mögliche nach und stürze mich da immer mehr rein.Dabei denke ich auch darüber nach wieder mit dem verletzen anzufangen und mache es auch manchmal ganz apahtisch obwohl ich das eigentlich garnicht will.:21: Ich bin sonst eigentlich ein total fröhlicher lustiger Mensch und ich weiß auch das wieder bessere Zeiten kommen aber diese blöden Aussetzer stören sehr.Ich wollte jetzt kein neues Thema eröffnen deswegen habe ich es hierzu geschrieben.
    thelastbreath

  • hm, was erwartet ihr euch eigentlich von einer therapeutin?

    dass sie euch zuhört? und mit euch plaudert? das soll helfen?

    deine ablehnung gegen medikamente ist verständlich, doch wie bereits gesagt wurde, von alleine wird sie nciht weggehen.

    du sagst du schaffest es allein? du weisst dass du es alleine schaffst? interessantes unterfangen.....kann dich aber verstehen, aber oft scheitert man doch wieder.....die aggressionen gegenüber sich selbst steigen weil man wieder was nicht auf die reihe gebracht hat. und so wird man stück für stück immer kälter und stirbt jedesmal einwenig mehr innerlich.......auch nicht das wahre .....

  • Hallo thelastbreath

    vielleicht ist es doch besser, wenn Du ein eigenes Thema aufmachst!? Dann könntest Du vielleicht gezielter Fragen. Denn Deine derzeitigen Aufgaben wachsen Dir über den Kopf. Aber hey - gerade hast Du mit der Ausbildung begonnen. Und die Lehrer sollen Dir das, was Du lernen musst, auch vermitteln. Andere Schüler wird es auch geben, mh!? Ein Ausbildungsjahr dauert meist 3 Jahre. Werlchen Beruf erlernst Du denn, magst es sagen? Nach 1,5 Jahren wird es dann eine Zwischenprüfung geben. Bis dahin vergeht einige Zeit, wo ihr zusammen noch viel lernen werdet. Allerdings bist Du nicht allein, verstehst Du Dich denn mit Deinen Mitschülern, sodass ihr ggf. zusammen lernen könnt?


    Wie geht es Dir derzeit?
    Dein Beitrag ist ja doch schon einige Tage her. Ich hoffe, dass sich einige Deiner Ängste/Sorgen gelegt haben. (Oder vielleicht hast Du auch schon einen Beitrag eröffnet, den ich noch nicht gesehen habe.)


    Hallo Dauerfehler, das was bei mir angekommen ist, ist eine Mischung aus Frust und Verzweiflung, deinerseits. richtig!?

    Wenn Du meinst, ohne Medikamente nicht aus einer Depression rauskommst, dann ist es Deine Einstellung, Deine Verzweiflung, Deine Hoffnungen legst Du ganz auf die Medikamente. Habe ich das richtig verstanden?

    Dieses Selbstvertrauen, was man in sich legt "ich schaffe es von allein. Ich brauche keine Hilfe dazu." In diesem Moment, wo ich mir das sage, habe ich schon ein Stückchen an Selbstständigkeit, an Selbstwert wiedererlangt. Warum? Weil ICH MIR was ZUTRAUE. Auch, wenn ich wirklich mir eine Therapie aufsuchen sollte, liegt dies in meiner Hand. Es ist MEIN WEG. Und diesen Weg gehe ich. Auch, wenn ich liegenbleibe, weil mir die Depressionen über den Kopf steigen. Es ist mein Weg. Denn eigentlich hätte ich auch aufstehen, weitergehen können. Also schaffe ich es alleine, weil ich es allein schaffen muss. Niemand wird einen an die Hand nehmen. Noch nicht einmal der Therapeut selber. Er weist höchstens Wege auf. Doch gehen, diese muss jeder für sich allein.


    Von Psychotherapeuten erwarte ich, dass sie die Geduld aufbringen, zuzuhören. Vielleicht Wege zeigen, die man selber nicht sieht. Dass man "wachsen" kann. Nicht alles so verschränkt sehen. Eine Therapeutin sollte nicht urteilen. Egal was man sagt. Egal, wie unglaubwürdig es klingt. Ich möchte trotzdem ernst genommen werden. Sie/Er sollte hinter ihren Aussagen stehen. (bsp. "wir werten nicht." 3 Sätze später "[...] warum haben Sie denn nicht so und anders gehandelt, Sie hätten es doch geschafft!?[....]" für mich ist das eine Art werten. dass ich es eben falsch gemacht hab. Weil ich es ja hätte besser machen können (im nachhinein), es jedoch nicht anders gemacht habe.)


    Liebe Grüße
    Inside

  • Hallo Inside,

    Zitat

    Eine Therapeutin sollte nicht urteilen. Egal was man sagt. Egal, wie unglaubwürdig es klingt. Ich möchte trotzdem ernst genommen werden. Sie/Er sollte hinter ihren Aussagen stehen. (bsp. "wir werten nicht." 3 Sätze später "[...] warum haben Sie denn nicht so und anders gehandelt, Sie hätten es doch geschafft!?[....]" für mich ist das eine Art werten. dass ich es eben falsch gemacht hab. Weil ich es ja hätte besser machen können (im nachhinein), es jedoch nicht anders gemacht habe.)

    Wie ist das Gespräch dann weiter verlaufen? Hast Du ihr gesagt, wie das bei Dir ankommt?

    Indem man bei der Therapie direkt vor Augen geführt bekommt, wie man sich verhalten hat und das man es hätte anders machen können, ist dies als Hilfe von Deiner Thera zu sehen. "Was hättest Du anders machen können, um Dich nicht so und so zu fühlen" Ist es nicht so, dass Du Dich da extrem kritisiert fühlst? Ich kann jetzt nicht urteilen, ob die Thera ne gute ist oder nicht. Doch versuche sie nicht als Dein Gegner zu sehen. Ihre Aufgabe ist Dir zu helfen. Und wenn sie das Deiner Meinung nach nicht kann, dann versuch ihr das zu sagen. Ein guter Therapeut fühlt sich dann nämlich nicht kritisiert, sonder weiß WIE DU DENKST! Und das ich das wichtigste!!!

    lg
    eternal

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