depersonal. mütter...

  • hallo neu hier und auf der suche nach kontakt und erfahrungen. hoffe das ist nicht off-topic hier.
    wie macht ihr das mit familie?
    ich selbst bin verheiratet, 3 kinder (5,10,13), selbstständigkeit und altes haus am renovieren :winking_face:
    bin chronisch depersonalisiert, seit ich mich erinnern kann und hab trotzdem immer wieder die kurve bekommen, mal besser mal schlechter.
    ich bin einigermaßen perplex über dieses forum, denn ich (bekennendes landei) habe mich noch nie:ce: (!!) mit anderen depersonalisierten ausgetauscht. ich kenne einfach keine. man siehts den leuten ja auch nicht an. mir auch nicht...
    wenn es zum thema dep (erfahrungen, nicht die dep an sich, die kenn ich zur genüge :winking_face: schon einen thread geben sollte vielleicht verrät mir jemand den link

    danke!!!

  • Hallo basisart und herzlich Willkommen hier,

    Die Frage mit der Familie bezieht sich auf die Depersonalisation (gehe jetzt mal davon aus)?
    Nun, da kann ich dir leider nicht mit Erfahrung dienen, ich habe keine Familie. Aber du ja schon und in diesem Thema geht es primär um dich, deswegen ist es auch ganz gut, dass du ein eigenes Thema hast, selbst wenn es schon ein ähnliches geben sollte. Du bist verheiratet, hast Kids - wie hast du das denn bisher gemacht?
    Wenn du das erzählen magst: welche Diagnosen hast du denn und bist du in Therapie? Wie geht es deinen Kindern mit der Unbeständigkeit ihrer Frau Mama?

    Ich finde es stark, dass du nun den ersten Schritt gemacht hast, um dir Austausch zu suchen.

    lg,
    grany

  • ...tja, gerne erzähl ich was von mir. vielleicht findet sich der ein oder andere wieder und fühlt sich nicht mehr so allein.
    oder der ein oder andere hat etwas dazu zu sagen.
    meine diagnose lautet depersonalisationssyndrom mit rezidivierenden depressiven episoden....nach deutschem icd 10 fall ich somit strenggenommen nicht in die dis-kategorie.
    aber was macht das für einen unterschied.

    ich habe diese art von wahrnehmung seit ich denken kann. es war meines wissens nie anders. ich habe schon immer gedacht, daß ich irgendwie anders bin, schon als ich klein war. ich konnte mich ganz gezielt wegbeamen, wenn ich wollte. oft auch wenn ich es nicht wollte. dann reagierte ich äußerlich normal weiter. innerlich jedoch war da keiner mehr...
    manchmal wurde meine lehrerin in der grundschule winzig klein, manchmal riesengroß. meine wahrnehmung spielte mir streiche. als kind fand ich das nicht tragisch, ich nahms, wies kam.

    in der jugend kamen Depressionen hinzu was damals nicht erkannt wurde da die diagnose juvenile depression einfach noch zu abgespaced war.mit dem ersten kind mitten in der ausbildung und einer wochenbettdepression begann der erste zusammenbruch. um die 2 jahre dauerte es, bis ich von familie und job so durch war, daß ich eingewiesen wurde wegen selbstgefährdung...

    dennoch erfuhr ich keine nennenswerte hilfe von ärzten und medikamenten und ich hab damals quasi alle stoffgruppen mal "durchprobiert"

    es ist gar nicht so leicht einen curriculum vitae über meinen verlauf zu schreiben.
    baaahhhhh...ich brauch ne pause :winking_face:

  • Hallo basisart,

    Nimm und lass dir die Zeit, die du brauchst. Es ist gut, dass du merkst, wann du eine Pause brauchst. Wichtig! Auch um zu merken, wann der Knachkpunkt kommt, bevor du weggebeamt wirst, damit du dich pünktlich stabilisieren kannst.
    Wie geht es dir im Moment? Kannst du was tun, damit du dich gut erdest, sprich da bleibst?
    Ganz sicher bist du hier nicht alleine mit deiner Problematik.

    lg,
    grany

  • hey grany...
    ...ich hab NULL Einfluß aufs dableiben. mir ist als wäre ich in den letzten tagen aus einem traum erwacht und würde zum ersten mal begreifen, daß ich lebe. solche "stufen" hatt ich schon öfters, aber diesmal ist es krass....
    ich hab schon einiges versucht....aber es ist so: denk nicht an den roten elefanten. denk ich: bleib da.....dann bin ich schon weg.
    ich bin im moment auf ner warteschleife bei einer wirklich super therapeutin. vielleicht bringt das was neues. bisher war meine therapeutische behandlung immer eher allgemein. nun steh ich auf der warteliste einer traumatherapeutin mit spezialgebiet dis...die hat halt im kennenlern-gespräch sofort gemerkt als ich davon bin...

    hab schon gemerkt daß ich hier nicht allein bin und das hat mir nen vollen energieschub beschert!!:fr:!

  • hallo...gibts hier keine mamis mit solchen problemen?
    ich finde es nämlich extrem schwer kinder zu erziehen wenn man gar nicht da ist....
    meine kinder sind völlig unterschiedlich und einer ist extrem sensibel (hochsensibel im klinischen sinne) der merkt und spürt einfach viel und kann es nicht einordnen. und nun ist es soweit, daß ich nicht nur mich sondern auch meinen sohn zum psycho "schleppen" muß....und ich fühl mich so scheiße, weil ich schuldgefühle habe.
    ich erzähle gerne von mir, aber ich suche eben auch kontakt und würde mich gerne austauschen....

  • ....:du:...schade eigentlich, oder?

    hab ich mich zu früh gefreut oder muß ich einfach geduldiger sein?!

  • Hallo basisart,

    Hm, vielleicht ist das eine der Problematiken, über die man nicht so gerne spricht. Ist ja auch sehr speziell. Was hast du dir von einem Austausch als Ziel für dich erhofft?
    Du bist krank und das nicht mit Absicht, bitte nicht vergessen. Einerseits "musst" du nun deinen Sohn mit zur Therapie "schleppen" andererseits hat das aber auch Gutes. Gerade beim Erwachsenwerden ist eine neutrale Person mit der geredet werden kann eine super Sache. Das Mutter-Kind-Verhältnis kann sich auch gerade durch eine Therapie zu einem besserem verändern. Ich hoffe die Anderen fühlen sich dadurch nicht zurückgestellt, da der eine ja eh schon sensibler ist (also gefühlt immer mehr Aufmerksamkeit bekommt), fühlt sich das für Kids schnell mal so an.
    Deine Wortwahl haucht ein etwas negativer Touch hinsichtlich Therapie im Allgemeinen an - woher kommt das?
    Top, dass du auf einer Warteliste stehst. Hast du auch schon einmal ein Klinikaufenthalt in einer Klinik mit Kindern, d.h. inkl. Familientherapie nachgedacht?

    lg,
    grany

  • vielleicht habe ich mir ermutigung erhofft. und ich ermutige auch gerne andere, denn wie gesagt, ich bin trotz allem ganz gut dabei und es funktioniert alles ganz gut...ich habe viele krisen durchgestanden und schon vielen in ihren krisen beigestanden.
    ich bezeichne mich nicht so gerne als krank. vielleicht schon eher "behindert". denn als behinderung empfinde ich diese art der gestörten wahrnehmung. nein, nicht mit absicht, sicher. und trotz allen schlechten phasen und schlimmen habe ich das gefühl sehr lebenstüchtig zu sein, gerade wegen den erfahrungen, die ich schon gemacht habe. mich schockiert so schnell nichts mehr. gegroundet nenne ich das, ganz im positiven sinn.
    nein, mit (akut)-kliniken habe ich schlechte erfahrungen. weniger wegen den menschen dort als vielmehr wegen dem system, den icd-schlüsseln und den schubladen, dem eben mal verabreichten Tavor wenn wirklich etwas aufbricht.
    sicher, für meinen sohn sehe ich das positiv. es geht ja auch gerade nicht mehr anders. das ist schon ok. und ich denke nicht, daß´daß die anderen zu sehr unter dem aufmerksamkeitsdefizit leiden. es hat jeder seinen festen platz hier in der familie, so wie er ist. aber das führt hier zu weit. da liegt das problem eher nicht.
    ich denke, das forum hier ist halt schwerpunktmäßig nicht das was ich zuerst gedacht habe, ist ja ok, keinen stress :gj:....
    deshalb werde ich mich hier wohl wieder abmelden.
    lg,

    basisart

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