[INDENT] Gedanken
Ich sitze hier ,grübel vor mich hin
Gedanken nur halb gedacht und schon verworfen.
Ich sitze hier, schau vor mich hin
Blick der nichts sieht .
Ich sitze hier , höre in die Nacht
Geräusche die nicht sind .
Ich sitze hier , schweige
laute Stille .
Ich sitze hier ,endlose Zeit verrinnt
die Uhr scheint rückwärts zu laufen.
Ich sitze hier ,
endlich der Morgen graut ,
die Stadt erwacht .
Gedanken kommen ,
werden vom Morgenlicht weggewischt .
Autor: S.Lier
(Sep.2011) [/INDENT]
Durchlebtes aufgeschrieben
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[INDENT] Leere
Leere, in mir ,deutlich zu spüren ,nicht fühlbar.
Erregung , nur kurz , verliert sich in der Leere.
Benebelte Gedanken,verworrene Ideen ,jagen sich ,verschwimmen zu Einem ,
ballen sich untrennbar, werden zu einem Schwarzen Loch . Saugen sich auf.
Zurückbleibend nur Leere ,deutlich zu spüren , nicht fühlbar.
Autor: S.Lier
(Sep.2011) [/INDENT] -
[INDENT] Kreis
Lange durch Nebel gewatet , kein Ziel vor Augen.
Verschwommen , verworrene Dunkelheit , selbstgemacht.
Falsche, leichte Endscheidungen , selbst getroffen .
Den selbstgewählter Irrweg , ins Dunkel.
Gefühle abgeschalten ,kalt gestellt .
Konsequenzen unbedacht .
Nichts denken , nichts fühlen .
Schmerz verdrängt , nicht durchleben wollend.
Gegebene Liebe nicht achtend , unfähig zur Umsicht .
Laufe im Kreis , mich selbst umrundend bis mir schwindelt .
Halt ! Stop !....halt an dieses geisterhafte Karussell .
Ich steig ab von dem schwarzen Pferd ,
was sich nur im Kreis dreht ohne Ziel ohne Sinn .
Die Nebel lass ich hinter mir ...dreh mich nicht nach ihnen um
...hab sie lang genug als Mantel genommen,
ohne zu merken das sie kein Schutz sind .
Mich unter sich niederdrücken, begraben .
Setze Ziele , jeden Tag neu .
Schritt für Schritt verfliegt die Dunkelheit.
Schwere Endscheidungen , bauen Wälle hinter mir , die Nebel abzuwehren .
Neue Weg gehen , auch steinige , führen ins Licht.
Auch Schmerzen leben , fühlen , ich lebe.
Freude , Schmerz ,Glück ,Liebe ….Gefühle mein Leben ausmachend .
Gegebene Liebe achtend , wiedergebend .
Durchbreche den Kreis , jeden Tag einen Schritt, näher ins Licht .
Autor: S.Lier
( September2011) [/INDENT] -
Ich laufe
Ich laufe , lange, immer dem Weg folgend .
Ich sehe , die Straße , gerade vor mir.
Meine Füße folgen dem Pfad automatisch ,
ich brauch an nichts denken , mein Kopf ist leer .
Sonne scheint , wärmt , streichelt meine Haut , meine Seele .
Fühl mich frei und unbeschwert , lasse alles hinter mir.
Könnte ewig so weiter gehen .
Frei von lästigen Gedanken , Sorgen , unangenehmen Gefühlen,
unerwünschten Erinnerungen .
Nur für den Moment , diesen gerade jetzt .
Ich laufe , lange, immer dem Weg folgend.
Neue Gedanken entstehen ,
angefüllt mit Sonne , mit angenehmer Wärme ,
frei von allen Sorgen.
Balsam für meine Seele .
Durchströmt von neuer Energie.
Ich laufe , ich sehe die Straße ,
gerade vor mir , den Pfad von Sonne beschienen.
Immer dem weg folgend.
Autor: S. Lier
(Sep.2011) -
Abendhimmel
Nacht senkt sich hernieder .
Ich schau in den Abendhimmel, kein Stern ist zu sehen .
Weise Wolken , wie Wattebäuche, sich zusammenschiebend ,
bilden einen undurchdringlich wallenden Teppich .
Reflektieren schwach die Lichter der Stadt , beruhigen mich .
Mich umhüllt wohlige Müdigkeit , ein guter Tag neigt sich dem Ende .
Ich schau in den Abendhimmel, kein Stern ist zu sehen , nur weise Wolken wie Wattebäuche , eine gute Nacht versprechend .Autor: S.Lier
(Sep . 2011) -
Ich mag deinen Schreibstil sehr!
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Deiner gefällt mir auch ...danke
Ich hab gemerkt, das es mir leichter fällt über meine Gefühle zu schreiben, wenn ich diese Form wähle und damit beweise ich mir auch das ich noch nicht ganz verblödet bin oder besser gesagt meine kleinen Fähigkeiten noch nicht ganz verloren hab .......Ich hab mich immer an alles angepasst und das, was ich mal war oder was ich konnte ,einfach zur Seite gepackt und weggeschlossen, zwangsläufig ...jetzt grabe ich mein eigens ,eigentliches Ich wieder aus ...hab fast Vergessenes wieder gefunden und werd es jetzt bewusst pflegen und ausbauen ....danke für den Link damit hast Du mir den Mut gegeben eine meiner kleinen Fähigkeiten Anderen zu zeigen und mir etwas zu beweisen , nämlich das ich auch was kann .Danke Dir Röschen -
Für meine Tochter
Geschichte vom kleinen Regentropfen
Ein kleiner Regentropfen saß in einer großen , dunklen Regenwolke und fühlte sich einsam und verlassen .Wünschte sich Freunde ohne zu ahnen das seine Freunde um ihn waren .
Er konnte sie nur ,durch den dunklen Nebel der ihn umgab, nicht sehen . Konnte sie nicht hören, da er ,in seine Gedanken und seiner Traurigkeit ,versunken war. Nichts als diese wahrnahm.
Plötzlich öffnete sich ein kleiner Spalt in der Wolke und er dachte ich geh meine Freunde suchen. Sprang durch den Spalt so das er fiel .Aber er konnte seine Freunde immer noch nicht sehen, denn er hatte verlernt um sich zu blicken . Seine Freund , die um ihn herum ,mit im fielen und nach ihm riefen, nahm er noch immer nicht war . Zu sehr versunken war er ,in seine Einsamkeit und Traurigkeit , so das er nichts anderes erkennen konnte.
Auf einmal fiel er in eine Pfütze , mit ihm auch seine Freunde . Sie riefen ihn aber er nahm nichts wahr ,als sich in seiner Einsamkeit . Unfähig die zu sehen die ihn riefen und die Hand reichen wollten.
Autor: S.Lier
(Sep . 2011) -
Schööööne Geschichte!
LG Wolke
bzw...eigentlich gar nicht schön...aber irgendwie denk ich schon wieder weiter, daß er, wie er da so in der Pfütze liegt, plötzlich merkt, daß er eben doch nicht alleine ist, und daß die Anderen genauso sind, wie er - einfach kompliziert :-))
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Ich hab es meiner Großen gewidmet .
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Hallo Wolke
Danke Dir...ja das ist noch nicht das Ende .
lG Sabine -
Herbst
Tage werden kürzer, Abende kühler, die Sonne verliert allmählich ihre Sommerkraft .
Sie tritt ein in die Phase des Wechsels , zwischen vollem Leben und winterlichem Ruhen .
Herbst , noch zögerlich ,doch schon erfühlbar .
Regen hinterlässt schon den typischen Geruch im noch dichtem Blätterwerk der Bäume.
Die Farben wechseln von bunter, leuchtender Vielfalt zu kräftigen erdigen Nuancen gemischt mit herbstlichem Rot und Gold .
Schwalben sind schon längst auf dem Weg zum nächsten Sommer.
Bald werden auch andere Vögel fliehen , vor der nahenden winterlichen Kälte , die unausweichlich diesem letzten Aufbäumen aller Lebensgeister folgt .
Wenn dann ,spähtherbstliche Winde, auch das letzte verdorrte Blatt von den Bäumen gewischt haben, kehrt winterkalte Ruhe ein.
Schneeweiße Decke verhüllt die schlafende Blöße bis, nach erholsamen Tiefschlaf , ein Sonnenstrahl die Welt zu neuer Kraft und neuem Leben erweckt .
Somit sich schließt des Lebens Kreis.
Autor: S.Lier
( Sep. 2011 ) -
Laune
Manchmal hab ich Lilalaune, mal kräftig fast ins Rote gehend.
Dann sprühe ich vor Energie und Tatendrang.
Mal eher Fliederfarben, Bastel .
Dann bin ich ganz ruhig und zufrieden mit dem was gerade ist .
S.Lier
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Stille
Stille tritt ein ,
jeder Laut verstummt .
Lausche nicht ,
es wär vergebens .
Sprich nicht ,
Schweigen tut gut .
Ruhe tritt ein ,
Hektik vergeht .
Die Seele erholt sich ,
tosende Gefühle verebben .
Geben Raum der Stille ,
die die wunde Seele heilt .
Autor: S.Lier
(Sep . 2011)
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Ängste
Manchmal beschleichen mich, ganz heimlich, auch Ängste.
Werde ich es dieses mal schaffen das dauerhaft zu machen, was ich bis jetzt errichte ?
Kommen diese traurigen Momente wieder, die ich so fürchte, da sie schon einige male
alles, was so gut begann, zu Nichte gemacht haben ?
Werde ich dieses mal stand halten können ?
Werde ich die gefährliche Klippe dieses mal rechtzeitig erkennen , um sie zu um gehen?
Ich bin guter Dinge , aber ich weiß auch um die Gefahr .
Um die Gefahr die da lauert, in einer Dunklen Ecke, um mich in einem unachtsamen Moment anzuspringen, sich wieder in meiner Seele festkrallend .
Ich muss meine Augen offen halten, offen halten um Sie zu erkennen, bevor ich wieder den einen Schritt zu viel mache und falle .
Falle, in diese unwirkliche Dunkelheit , die mir dennoch so vertraut war.
Dieses mal will ich nicht fallen , nicht schon wieder.
Es fühlt sich so gut an, was jetzt ist .
Das darf ich nicht wieder los lassen und verlieren.
Meine Chancen, die immer weniger werden, will ich nicht ausreizen .
Es ist kein Spiel, nein es ist ein Tanz, mit einem den man nicht herausfordern sollte .
Hier geht es nicht um Nichts sondern um Alles, hier geht es um mein Leben.
Es ist ein Tanz mit dem Tot, der am Ende des Falles auf mich lauert.
Der zuerst meine Seele aussaugt und tötet, Wesenlose Hülle zurück lassend.
Dann auch noch meinen Körper schleichend , Stück für Stück .
Ein Selbstmord auf Raten.
Dieses mal muss es mir gelingen.
Autor: S.Lier
(Sep.2011)
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[FONT=Book Antiqua, serif]Regen[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Luft ist getränkt von Feuchtigkeit , schwül warm und schwer.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Wolken ziehn am Himmel tief und dicht. [/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Wolken so drückend ,dunkel den Regen tragend, der schon bald ,[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]durch wütende Winde angekündigt , aus Ihren Schleusen auf die [/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Erde nieder peitscht.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Bäume neigen sich unter der Wasserlast , beinahe brechend , wie Grashalme .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Grollen ist in der Ferne zu hören , nahend .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Aus der Weite erhellen Blitze das dunkel verhangene Firmament.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Winde jagen die Wolken vor sich her , treiben sie noch weiter ins Land voran .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Bäche bilden sich auf wassergesättigten Wegen , alles mit sich nehmend.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Die Welt wäscht sich rein vom Sommerstaub.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Dann , ganz plötzlich , schließen sich die Tore wieder , die Winde legen sich .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Die Sonne schickt Ihre Strahlen durch sich teilende Wolken .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Beäugt vorsichtig die Frische atmende Natur .[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Tastet sich über noch vom Regen nasses Blätterwerk, verwandelt dort Tropfen in schimmernde Diamanten.[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]Erwärmt sie bis sie in Dunst aufgegangen wieder zum Himmel steigen, um an einem anderen Ort [/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]eine Palingenese zu erleben.[/FONT][FONT=Book Antiqua, serif]Autor: S.Lier[/FONT]
[FONT=Book Antiqua, serif]( Sep.2011)[/FONT] -
Nebel
Vom Fluss ziehen langsam weiße Dünste über die Uferwiesen.
Wallend sich verdichtend .
Wachsen an zu einer sich bewegenden Wand aus milchigen Schwaden.
Ziehen durch das Wäldchen dort hinten , umgarnen es wie ein Kokon .
Halten es sanft gefangen .
Durchfließen es ,umhüllen jedes einzelne Blatt .
Lassen Perlen auf der grünen Oberfläche zurück , durchsichtig schimmernd .
Ziehen durch das Tal bis nur gerade eben noch der Kirchturm zu erahnen ist, dessen Leuten wie aus weiter ferne zu mir herüber klingt .
Alles liegt unter einer wallenden Decke ,ungreifbar wie verwunschen.
Eine verwunschene Welt .
Märchen gleich, in denen Elfen zu leben scheinen.
Ich spüre wie sie mich berühren, eine feuchte Spur auf der Haut zurück lassend .
Ihr Atem ist Leben spendend , alles durchdringend .
Selbst die Geräusche der Straße in der Ferne sind gedämpft , auf das sie diese Wunderwelt nicht stören mit ihrem geschäftigen, all zu weltlichem Gedröhn .
Auf dem marmornem Tisch , im kleinen Pavillon , liegen tausende kleiner Perlen , einem Geschenk der Märchenwesen gleich , die in den dichten Nebelschwaden wohnen.
Vergänglich sind sie , wie auch der Nebel , beim ersten Sonnenstrahl der auf sie trifft.Autor : S.Lier
(Sep.2011) -
Oktober
Sieh hinaus in die Welt ,
sieh die Sonne welche mit aller Macht noch einmal den Sommer herauf beschwört.
Weißsilbrige Fadengespinnste ziehen schimmernd durch die Lüfte.
Wildes Weinlaub tiefrot rankt sich nun an Mauern empor,
leuchtend das Leben feiernd .
Dahlien stehen mit Ihren üppig bunten Blütenbällen dicht an dicht,
wetteifern in Ihrer Schönheit .
Beeren jetzt in der Sonne leuchten,
Vogelbeere und Hagebutte des Sommers Vielfalt zu ersetzen .
Jedes hat seine Zeit.
Wärmende Tage kurz vor der Ruhe.
Blätter gefärbt in Rot und Goldtönen glänzen,
als ob sie nicht weichen müssten, in den Kronen der Bäume.
Pracht in barocken Farben .
Kürbis orange , prall und groß auf den Feldern , Erntedank feiernd .
Atme noch tief und erfreu Dich an dem satten Anblick ,
feiere noch einmal das Leben.
Glitzernd weiße Stille wird bald folgen.Autor: S.Lier
( Okt. 2011) -
Abends
Wind streift meine erhitzte Stirn ,
kühlend meine pochenden Schläfen.
Es dunkelt, der Mond steht stumm lächelnd am Firmament.
Amüsant das Treiben da Unten .
Vertreibt des Tages staubige Hitze,
Ruhe breitet Ihre Schwingen aus.
Da Draußen verebbend , das geschäftige Treiben.
Zeit, Erlebtes Revue passieren zu lassen,
den Tag reflektierend.
Momente ,wie Perlen ,an einander gereiht .
Einer nach dem Anderen ziehen durch meinen Geist .
Gedanken , sich eingrabend ,
Andere sich verlierend .
Die guten ins Töpfchen, die Schlechten.......
Schau der Parade im Geiste nach,
halt den ein oder Anderen fest,
für den Moment.
Sterne stehen hoch die dunkle Weite des Himmelszeltes vereinzelt zu erhellen.
Perlen auf dunklem Samt ,flimmernde Muster bildend .
Verlöscht ist das Licht.
Schau noch einmal zu den Perlenmustern dort droben.
Ruhe breitet ihre Schwingen aus.Autor: S.Lier
( Okt.2011 ) -
Super Biene...echt klasse wie Du Deine Empfindungen niederschreibst...ich lese Dich gerne und finde mich nicht selten selbst in Deiner Art es zu beschreiben...einfach mal ein "Danke" fuer Deine Zeilen...
Viele Gruesse:
Siegfried
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