Titel:
Im Keller
Schriftsteller / Verlag:
Jan Philipp Reemtsma
Meine Meinung über das Buch:
Bevor man das Buch liest sollte man wissen, dass Reemtsma ein Sprach- und Literaturwissenschaftler ist, der zusätzlich Philosophie studiert hat und diversen Stiftungen in ähnlichen Bereichen vorsitzt. Dementsprechend ist das Buch geschrieben, wer also nicht viel von öfter mal verschachtelten Sätzen und viel Theorie über z.B. moralische Fragen hält, der sollte das Buch nicht lesen.
Reemtsma wurde 1996 entführt, 33 Tage festgehalten und nach drei gescheiterten Lösegeldübergaben gegen die Summe von 30 Millionen DM wieder freigelassen. Nur wenige Monate danach schrieb er das Buch.
Es besteht letztendlich aus drei Teilen: zuerst wird ein Überblick über den Verlauf der Entführung gegeben, die Situation seiner Familie geschildert, und die Entstehung des Buches erklärt (ca. 40 Seiten). Danach folgt die Erzählung der Zeit in dem Keller, in dem er festgehalten wurde (ca. 100 Seiten). Die letzten ca. 70 Seiten befassen sich ausschließlich mit theoretischen Fragen und Feststellungen über seine Gefühle, die Beziehung zu seinen Entführern und seinem Umgang mit dem Erlebten.
Ich fand das Buch sehr eindrucksvoll, es ist wohl eher selten, dass man eine menschliche Ausnahmesituation wie eine Entführung aus Sicht eines Betroffenen quasi psychologisch aufbereitet vorgesetzt bekommt.
[ISBN]3499222213[/ISBN]
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