Beobachtungsgefühl

  • Hoi,

    ich pack das mal hier rein. in den rest passt es nicht besonders.

    Problem:

    Seit meiner ersten Psychose vor 8 jahren, fühlte ich mich immer, wenn es mir psychisch nicht berauschend ging, von anderen mich umgebenden leuten beobachtet.
    Nachdem es irgendwann alles stabil lief verschwand dieses gefühl für längere zeit. aber jetzt ist es wieder da. und irgendwie ausgefeilter als je zuvor.
    Es begleitet mich einfach überall. Sobald ich auf eine größere Ansammlung Menschen sehe wirds ganz schlimm.

    Nur nun ziehe ich mich seit geraumer Zeit immer mehr zurück. Früher bin ich gern am Wochenende weggegangen. Nun sitzt ich lieber zu hause oder geh zu freunden. bloß nich zuviele leute. Da ich keinen Führerschein habe lege ich doch viel zu fuß zurück. Aber mittlerweile fast ausschließlich kleine gässchen oder nebenstraßen.
    Während der Arbeit gehts dann komischerweise. Kann aber auch dran legen, dass ich den größtteil der zeit sowieso nur auf den bildschirm guck.
    Im Bus ist es ganz übel. Da brauch ich unbedingt was zu lesen, um mich von diesem gefühl abzulenken.

    Die Erklärungen einiger Therapeuten à la "Jedes Lebewesen guckt automatisch, wenn sich in der Umgebung etwas verändert" oder "Sie gucken dann ja bestimmt auch sehr angestrengt und hektisch, dann gucken die anderen ja automatisch" haben mir nicht wirklich geholfen.

    Kennt dieses gefühl jemand? Oder hat sogar einen Ausweg daraus gefunden?

  • Klar kenn ich das auch und ich habe mir in solchen Situationen recht schwer getan. Manchmal bin ich dem richtig ausgewichen, zum Beispiel bin ich erst kurz vor Schließung vom Supermarkt zum einkaufen gegangen, einfach um möglichst wenigen Menschen zu begegnen.

    Aber wie du schon geschrieben hast, man bemerkt das immer nur wenn es einem selbet nicht so gut geht!

    Lösung, nee, kann ich dir leider keine anbieten. Wie immer, man muss es nehmen wie es kommt, also in dem Fall - Augen zu und durch. Etwas einfach gesagt, ich weiß, aber je mehr man dran denkt, um so heftiger wird es. Dieser Thread müsste eigentlich jeden Rahmen sprengen, weil ich glaube, sehr viele kennen dieses Gefühl.

    Lieben Gruß
    Franz

  • Hi,

    also ich kenne das auch, und hab deswegen auch schon die ein oder andere Veranstaltung sein lassen. Ich fühle mich selbst dann manchmal noch beobachtet, wenn weit und breit niemand zu sehen ist. Ich bin dann immer der Meinung, dass die alle hinter den Fenstern stehen und mr auflauern.
    Wenn ich mir das recht überlege, ist das eigentlich ziemlich unsinnig. Denn dadurch, dass ich der Meinung bin, ich würde ständig beobachtet werden, gebe ich mir sellbst ganz schön viel Gewicht. Als ob ich der Mittelpunkt anderer Leute wäre... Diese Überlegung hilft mir immer. Dass ich doch gar nicht so interessant bin, warum sollten sie das also tun.

    Und ein Therapeut sagte mal zu mir, ich solle den Spieß doch einfach umkehren, und die anderen Leute beobachten. Zum einen kann ich da feststellen, ob ich wirklich beobachtet werde. Zum anderen, wenn ich's wirklich werde, kann ich merken, ob die anderen Reaktionen zeigen auf mich/ mein Verhalten.

    Ich hab auch schon ganz oft festgestellt, dass, wenn ich bei Leuten, die mich anstarren, einfach ebenso penetrant zurückstarre, sie dann wegschauen und sie diejenigen sind, die sich unsicher fühlen. Diese Glanzleistung gelingt mir aber in den seltensten Fällen...

    Ich hoffe, dir hilft das irgendwie weiter...
    Hast du schon mal drüber nachgedacht, warum du dieses Gefühl hast bzw nicht magst?

    Liebe Grüße,
    Tini

  • Hm, ja ich kenne das auch. Mal mehr oder weniger ausgeprägt....
    Ich bin dann auch eher so das ich den Menschen aus dem weg gehe.
    Bloß nicht zu viele eben.....
    Und ich kann das auch nachvollziehen, es ist schlimmer wenn es einem nicht so gut geht......
    Ich habe während meiner Kur ein Experiment gemacht....einfach so für mich selbst. Aber das war während einer Phase wo es mir sehr gut ging.

    Ich habe mich ganz allein in ein Eiscafe gesetzt (vorher ein Ding der Unmöglichkeit) ich wollte einfach feststellen, ob das Gefühl der Beobachtung wirklich so stark und unangenehm ist. Ich hab mir vorsichtshalber auch was zu lesen mitgenommen.
    Es war schönes Wetter und so konnte ich draußen sitzen und ich hab festgestellt das die Leute, die vorbei gingen, wenn überhaupt, nur sehr flüchtig geguckt haben....ich dagegen konnte sie wunderbar beobachten....all jene die da so rum liefen....also in dem Fall war es eine gute Erfahrung die ich machte. Aber ansonsten fühl ich mich auch oft beobachtet.Zur Zeit geht es....aber wir haben hier so ein großes Einkaufszentrum....wenn ich da früher durch mußte war es für mich das reinste Spießrutenlaufen....

    Aber eine Lösung kann ich leider auch nicht bieten.....


    lg desty

  • Hallo, ich kenne dieses Gefühl auch...

    Es ist immer phasenweise...
    ...manchmal habe ich überhaupt keine Probleme damit, und manchmal fühle ich mich so beobachtet, dass ich am liebsten verschwinden würde...in der Regel ziehe ich mich dann eigentlich auch zurück...
    manchmal geht leider ein zuückziehen nicht, weil es Pflichten sind, die mich raustreiben...dann versuche ich mir immer einzureden, dass ich wohl ein bißchen größenwahnsinnig sei, weil so wichtig bin ich ja auch nicht, dass mich alle anschauen müssen :smiling_face: ...aber ich vermeide Blickkontakt, und versuche diese Situationen hinter mich zu bringen...
    einen wirklichen Tip habe ich leider auch nicht?

    ich habe manchmal das gefühl, das es mit meiner Einstellung zu mir selber zu tun hat...wenn ich inmirfürmich zufrieden bin, ich mich als ICH wohlfühle, macht es mir sogar Spaß den Leuten zuzuschauen...hey Destiny, ich mache das auch manchmal, mich alleine in ein Cafe zu setzten...und in der Disco am Rand stehen, und den Leuten zugucken :winking_face: ...macht schon Spaß...

    lg Julchen

  • hallo,

    dieses gefühl ist auch mein dauerbegleiter. es stört mich mal mehr, mal weniger - hängt von versch. faktoren ab

    wetter (bei schlechtem wetter gehts mir damit besser, bei sonne mag ich nicht gern vor die tür)

    zufriedenheit

    schmerzen

    erfolg (kleine erfolgserlebnisse machen mir euphorisch mut draussen zu bestehen - unsicherheit schwächt mich so, dass ich an solchen tagen die sichtbaren und die gedachten blicke nicht aushalten kann

    was mir wirklich geholfen hat mich besser zu fühlen und auch wieder raus zu gehen war das medikament sepram. soweit ich weiss ein typisches angstmedikament ich hatte schon nach kurzer einnahme deutliches wohlbefinden


    alles gute

    wolfskatze

  • Hay!

    Dieses Gefühl kenn ich sehr gut, auch mich begleitet es ständig.

    Das Gefühl, angestarrt und von anderen negativ bewertet zu werden.
    Seit kurzem nun habe ich die Diagnose "Sozialphobie", welche ein eigenständiges Krankheitsbild sein kann, aber meist mit anderen psychischen Störungen/Krankheiten im Zusammenhang steht.
    Charakteristisch für die Sozialphobie ist auch, dass die Symptome verschwinden, sobald man sich in einer Stadt bewegt, die möglichst fern der Heimat ist, wo einen also keiner kennen kann.(auch nicht von früher)
    In gewissem Masse logisch, denn das vermeidet Fragen wie "Was hast Du denn die letzten Zehn Jahre so getan oder erreicht?"oder "Bist Du nicht der Klassenkasper von damals?"und ähnliches.

    Aber (bei mir) gehört auch eine gute Portion Selbsthass dazu.
    Wieso sollen andere Dich mögen, obwohl Du Dich (und was aus Dir geworden ist) selbst abgrundtief hasst?
    Das kann ich mir nicht vostellen, ergo hab ich ein Problem.
    Gibt es auch andere, die sich mal Gedanken über die Hintergründe dieser Gefühle gemacht haben und vielleicht ein paar Lösungsstrategien dafür haben?

    Gruss

  • Kenne das auch. Ich versuche dann meist, mich ganz stark auf eine andere Sache zu konzentrieren bzw. an irgendwelche "Probleme" zu denken, bei denen ich mir einbilde, dass die doch viel schlimmer seien als das...

    Kennt ihr es auch, das Gefühl, beobachtet zu werden, wenn ihr an einer Fußgängerampel steht?? Finde ich ganz schlimm.

  • Hallo silence,

    ich kenn auch das Gefühl mich beobachtet zu fühlen. Bei mir ist das so, wenn ich ausm Haus geh und hier in der Gegend rumgeh, dann mein ich oft, es würden alle Leute ausm Fenster rausgucken über mich reden oder mich auslachen. Istn ganz blödes Gefühl. Ich schau dann schon mal hin, aber richtig gesehen hab ich da noch niemanden. Da steht keiner und lacht oder sonstwas.
    Passiert mir jetzt eher wenn ich allein wo rumgeh, bei Menschenmassen da fühl ich mich eher gut, weil da sind dann so viele, da achtet eh keiner ausgerechnet auf mich, das Gefühl hab ich zumindest nicht so, wie wenn ich allein wo rumgeh, wo grad keiner ist....Oder im Fahrstuhl...aber das hat dann wohl eh fast jeder, weil ich mein, da weiß doch immer keiner wo er hingucken soll....

    lg

    eternal

  • ja, manchmal hass ich die gucker, manchmal ists mir egal, manchmal schau ich tief in seichte pfützen, manchmal winke ich.
    oft genügt ein blick und die leute kriegen muffe un schaun schnell weg.

    und manchmal weiß ich genau, daß mich eine hübsche angeschaut hat, weil ich ihr gefallen hab.....

  • hallo,

    ich möchte mich da auch mit einreihen.
    Der Weg zur Arbeit fällt mir Phasenweise tierisch schwer, muss dort mit der U-Bahn hin. Inzwischen steh ich nur noch, egal wo ich hin muss und versuche eine leere Ecke in der Bahn zu ergattern.

  • auch mir ist dieses Gefühl ein sehr bekanntes. Allerdings muss ich auch dazu sagen, daß die Menschen bei mir einen Grund haben, mich anzustarren, ich bin Körperbehindert und mein Vorwärtskommen ist sehr auffällig. Ich habe vorher in einer Großstadt gewohnt, und dort hatte ich wirklich das Gefühl, daß die Leute mich alle anstarren. Das war natürlich absoluter schmarrn, aber trotzdem hat sich dieses GEfühl immer weiter gesteigert.
    Ich bin dann in eine kleine Ortschafft in Bayern gezogen. Und hier werde ich wirklich angestarrt, aber nicht wegen meiner Behinderung, sondern weil ich der "reigschmeckte" bin. Damit kann ich wiederum hervorragend umgehen. Komme ich in die Kreisstadt, fängt mein altes Problem sofort wieder an.
    Aber eine allgemeingültige Lösung dafür habe leider auch ich nicht zu bieten.

  • Ich war schon grad dabei einen langen Text zu schreiben. Aber ich belasse es hierbei:

    Beobachtet zu werden interessiert eigentlich weniger, wenn man weiß, dass man jederzeit sterben kann. Ich meine, ich muste mit heftigsten Paranoia zurecht kommen, da schafft ihr das auch darüber hinweg zu sehen, dass ihr mal angeguckt werdet.

    Aber ein tatsächlicher Lösungsansatz ist:

    Das andere Menschen gucken, liegt wirklich in der Natur der Sache. Die haben selber Angst davor angeschaut zu werden, handeln aber aus einem animalischen Reflex heraus. Ich denke, die Gründe sind sehr sehr individuell, warum jemand dieses Gefühl kennt. Einige Menschen sind hübsch, die werden natürlich vom anderen Geschlecht beäugt. Und das immer und immer wieder. Andere haben vielleicht eine große Nase. Doch meistens ist es dieser animalische Reflex der Mitmenschen.

    Bei den wenigsten ist das unnormal, also in Richtung krankhaftes Denken. Das ist sehr schwierig dazwischen zu unterscheiden. Aber wenn ihr sonst keine Probleme habt: Macht euch keine Sorgen, das ist normal! Hilft vielleicht nicht bei akuter Angst, aber ist eben eine ganz individuelle Sache.

    Nicht zuletzt werdet ihr wohl wirklich ab und an mal angeschaut. Freut euch! Andere werden gar nicht beachtet.

  • Zitat

    Beobachtet zu werden interessiert eigentlich weniger, wenn man weiß, dass man jederzeit sterben kann. Ich meine, ich muste mit heftigsten 'Paranoia zurecht kommen, da schafft ihr das auch darüber hinweg zu sehen, dass ihr mal angeguckt werdet.

    Hallo HeisseLuft,

    mit der Aussage komme ich jetzt nicht mit, weil ich denke wenn jemand dieses Problem hat, dann könnte deine Aussage das eher herunterspielen.
    Meinst nicht, dass die Probleme anderer nicht minderstens genauso schlimm sind als deine Paranoia?

    Zitat


    Nicht zuletzt werdet ihr wohl wirklich ab und an mal angeschaut. Freut euch! Andere werden gar nicht beachtet.


    Da gilt gleiches, ich denk eben, das eigene Problem überwiegt das von anderen - also wer nicht beachtet wird, der wird sich nicht mit dem seitenverkehrten Problem auseinander setzen :winking_face:

    Dein Lösungsansatz is natürlich grundsätzlich logisch und wahr.

    LG Franz

  • Dein Einwand ist richtig. Ich konnte es leider nicht anders ausdrücken. Leiden ist relativ und individuell. Das sehe ich so. Ich wollte im Prinzip auch nur sagen, dass es unter Umständen gar nicht soo schwer ist, mit einem Beobachtungsgefühl zurecht zu kommen. Es ist möglich!

    Bei mir war es so, dass ich angefangen habe über die Gründe meiner Paranoia nachzudenken. Der falsche Weg wäre allerdings, über die Vergangenheit nachzudenken, das verhärtet den ganzen Mist nur noch weiter. Wichtig ist, dass man auf "anwendbare" Gedanken hinarbeitet.

    Wenn ich also daran gedacht habe, dass ich umgebracht werden soll, habe ich zwar über das Warum nachgedacht. Wieso sollte mich jemand umbringen wollen? Mir kamen dann wirre Gedanken in den Kopf, die ich relativ leicht als Wahngedanken einstufen konnte. Es hat mir dann geholfen das einfach als solches zu akzeptieren und mir immer wieder zu sagen, dass diese Gedanken nicht wahr sind. Niemand will mich umbringen. Es ist ja nichtmal jemand auch nur ansatzweise wütend auf mich.

    Natürlich war die vorherige Einsicht, dass ich teils krankhaftes Gedankengut mit mir herumschleppe, sehr wichtig. Nun ist ein einfaches Beobachtungsgefühl nicht wirklich mit Paranoia vergleichbar, aber es sind meiner Meinung nach die selben Bewusstseins-Mechanismen, die da eine Rolle spielen.

    Außerdem: Hier hat ja noch keiner geschrieben, dass er oder sie damit wirklich ein Problem hat. Vielleicht ist es, ähnlich wie bei mir, erst einmal wichtig zu erkennen, dass dieses Gefühl einschränkt und ein Problem ist! Wenn es dann wieder so weit ist, kann man sich dann fragen, wieso einen jemand beobachten sollte und was er damit bezwecken wollen würde. Wenn man so weit ist, dann ist der Schritt dahin, dass einem es nicht mehr wichtig ist, ob jemand anderes guckt, auch nicht mehr weit.

    Habt Mut! Es ist möglich verlorengegangene Lebensqualität wiederzuerlangen! Es ist wirklich nicht sehr schwer. Erkenntnis, Einsicht und der konsequente Wille, etwas an sich selbst zu verändern hilft!

  • HALLO,
    Paranoia kenn ich all zu gut aus meiner Drogenvergangenheit. Ich empfand, dass man mich abhört, dass man mich verfolgt, beobachtet und dass es jeder mit mir hat.
    Hatte damals selbst gemerkt, dass dies nicht normal ist und bin zu nem Psychater.
    Klar ist es normal von anderen Menschen beobachtet zu werden, aber alles hat seinen Grad. Irgendwann geht das empfinden dazu ans Limit und ist nicht mehr zu ertragen.
    Man sollte sich dann Hilfe holen, oft helfen Medis in dieser Situation.

    Viele Grüße Meli

  • Hi, ich kenne diese Beobachtungsangst auch und zwar auch heftigst. Ich bin auch zu den meisten Veranstaltungen oder Treffen, wo mehrere Menschen aufeinander trafen nicht hingegangen, weil ich einfach Panikattacken bekam und Angst davor, dass mich jeder auslacht und schlecht über mich redet. Ich habe mich dann auchimmer mehr zurückgezogen. Ich hatte Panik vor meiner Klingel an der Haustür, ich hab immer gedacht, mir will jeder was. Dank Therapie und Paroxetin habe ich dieses Problem gut im Griff. Aber ich mag große Menschenmengen generell nicht immer. Aber ich habe wesentlich weniger Angst und mir ist es egal, was andere sagen. Also hat es etwas gebracht. ich wünsche dir viel Kraft, dass du das packst!

    Wie sieht denn deine Therapie aus genau?

  • Hi!

    Ich kenne dieses Gefühl auch; ich habe es seit meinem letzten Schub ( leide an paranoider Schizophrenie) eigentlich auch ständig, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt.
    Inzwischen geht es aber wieder so weit, dass ich einkaufen gehen kann - wenn auch meist in Begleitung. Trotzdem ist bei mir die Grundeinstellung, dass es die Menschen schlecht mit mir meinen, dass sie mich hässlich finden, mich nicht mögen etc....
    Und während des Schubs hatte ich Angst, sie könnten meine Gedanken sehen und hören und wüssten sofort, dass ich nicht " ganz richtig" bin.....

    Eine Lösung kann ich auch nicht bieten. Ich wünsche euch allen, dass ihr irgendwie damit zurechtkommt.....

    Gruß Cripple

  • So wie Plaything ihre geschichte erzählt... ich erkenne mich da auch wieder... vor der Therapie und vor der Einnahme des Paroxetin hatte ich genau solche Paranoia vor Menschen, weil ich auch dachte, sie finden mich alle schrecklich und hässlich und würden alle schlecht über mich reden... aber jetzt mit der Therapie und dem AD geht es wesentlich besser

  • Ich kenne dieses Gefühl auch, es verfolgt mich schon sehr lange - Dieses Gefühl beobachtet zu werden, besonders vom Licht oder wenn man an einem Spiegel vorbei geht, auch in engen Räumen oder in kritischen Situationen. Es ist wirklich grausam, ich vergleiche dieses Gefühl immer mit dem sterben, es kostet jedes mal sehr viel Energie diese dramatische Phase zu überwinden und klare Gedanken zu fassen.
    Ich dachte anfangs das dieses psychotische Gefühl verschwindet wenn man sich ablenkt durch Sport, Arbeit oder Freizeit aber es ist so stark in einem verankert das es nie verschwindet auch wenn man 24h Ablenkung haben würde.
    Ich bemerkte das es ein negatives und ein positives Beobachtungsgefühl gibt.
    Das negative tauchte meist an Orten auf an denen man ohne es zu bemerken, beobachtet oder zumindest wahrgenommen werden kann obwohl man an diesen Orten seine persönliche Ruhe annimmt.
    Das positive entsteht an Orten an denen man sich frei fühlt (unter einem klaren Sternenhimmel z.B.) es befreit und gleicht die Schmerzen im Hirn meißt wieder aus.
    Aber dann gibt es noch das Gefühl der Beobachtung in der Enge, es dauert mit einem zeitlich viel größerem Faktor an und grenzt in Extremphasen an etwas unaushaltbarem, man verspührt das Gefühl der Selbstvernichtung.
    Wenn ich darüber hinweg bin, denke ich immer an die "Hölle auf Erden und habe Angst vor der nächsten Beobachtung".

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