Freundin schneidet sich!

  • Hallo zusammen!

    Wie einige von euch vielleicht schon in meinem PF mitbekommen haben, stecke ich zur Zeit leicht in einer schwierigen Situation.
    Die Mutter einer guten Freundin von mir bekam Silvester die Diagnose Krebs, im Kopf. In den letzten 2 Wochen muss sich ihr Zustand extrem verschlechtert haben. Das habe ich aber nicht wirklich mitbekommen, weil wir nicht viel Kontakt hatten.
    Darauf gab es wohl zwischen ihr und ihren Brüdern zu einem riesigen Streit, weil ihre Mutter in ein Pflegeheim soll, weil die Ärzte nichts mehr tun können.
    Dann rief sie eine andere Freundin von uns an und erzählte ihr das alles. D.h. ich bin nicht mehr die Einzige, die das weiß.
    Nun kommt aber mein hauptsächliches Problem. Früher mit 15,16 hat sie teilweise auch angefangen sich die Arme zu ritzen. Aber in unserem jugendlichen Leichtsinn hat das früher keiner wirklich ernst genommen, grad weil da diese "Emo-Bewegung" entwickelte.

    Nach diesem Streit hat sie nun aber wieder damit angefangen sich die Arme aufzuschneiden. das hat sie der Freundin am Telefon erzählt. Und diese hat es mir heute in der Schule erzählt. D.h. sie weiß nicht mal, dass ich weiß, dass sie das wieder tut.

    Nun weiß ich nicht, was ich machen soll?! Sie darauf ansprechen, wenn wir uns das nächste Mal sehen? Ich hab schon versucht mich viel zu informieren und weiß auch, dass Abwendung extrem kontraproduktiv sein kann.
    Sie muss meiner Meinung nach dringend zu einem Therapeuten.
    Aber was kann ich tun?

  • hey lady,
    das is in der tat ne ziemlich schwierige situation. das problem is, dass es da leider kein patentrezept gibt, da reagiert wohl jeder svvler anders drauf.
    allerdings scheint es bei deiner freundin ja so zu sein, dass sie zum einen mit dem stress und der situation grad nicht klar kommt, nicht weiß wohin mit sich und nen stück weit ihre gefühle kanalisieren muss. kann man ihr nach so ner diagnose bei der mutter auch wirklich nicht verübeln. im grunde braucht sie hilfe mit der situation umzugehen, das hast du schon erkannt. du könntest versuchen ihr diese hilfe anzubieten, ganz vorsichtig erstmal mit ihr reden und dann iregdnwann das thema ansprechen. auf jeden fall wärs auch gut zu wissen, warum sie sich früher verletzt hat, ob das wirklih nur am "trend" lag oder obs da andere gründe für gab. aber eins nach dem andern. verusch mit ihr zu reden aber ganz ganz behutsam. versuch erstmal so mit ihr zu reden und ne vertrauensbasis aufzubauen.
    ich hoff ich konnte dir helfen.
    schönen abend noch!
    LG, lotte

  • Hallo Lady,

    wenn deine Freundin nicht weiß, dass du es weißt, dass sie sich ritzt, würde ich sie nicht direkt drauf ansprechen, weil sie sonst das Vertrauen in die andere Freundin verlieren könnte. Was du tun kannst, ist, für sie da sein, soweit es deine Kräfte und Möglichkeiten zulassen. Ansonsten könntest du bei ihr auch mal vorsichtig nachhaken, was sie von einer Therapie halten würde, nicht wegen dem SVV (von dem weißt du ja offiziell nichts), sondern um die anderen Sachen zu verarbeiten. Es ist ja an sich nicht leicht, mit ansehen zu müssen, wie die Mutter langsam und mehr oder weniger qualvoll stirbt. Das ist sehr belastend und auch dabei kann professionelle Hilfe nicht schaden.

    Liebe Grüße
    gelberose

  • Danke für eure Antworten.

    Zur Zeit sind mir eh die Hände gebunden. Ich seh sie vielleicht am Freitag, aber mit ein paar anderen zusammen. Also kann ich da eh nix sagen. Ich glaube, ich werde sie darauf ansprechen. Ich glaube nicht, dass sie anrasten würde. Bzw. ich versuche so ein intensives Gespräch aufzubauen, dass ich es vielleicht so hinbekomme, dass sie es mir selber sagt.
    Weil ob sie so zum Therapeuten geht, bezweifel ich. Auch wenn es meiner Meinung nach aller höchste Eisenbahn ist.
    Wahrscheinlich kann ich dann eh erst vor Ort entscheiden, ob ich was sage und wie. Ich weiß ja leider nicht viel, wie schlimm und oft sie das tut. Aber damals war es teilweise nicht einfach so nen Kratzer. Man sieht halt die Narben von damals heute immer noch.

    Mein Bedenken bei der Sache ist halt. Was passiert, wenn ich nichts sage, ihre Ma stirbt und sie sich was antut?
    Es ist nicht möglich mit ihrer Familie zu reden. Vater leidet selber unter Zwangsneurosen und ist in therapeutische Behandlung und ihr kleiner Bruder säuft den halben Tag nur noch.
    Reden tut sie ja praktisch nur mit mir.

    Och manno.... Mehr als warten kann ich wahrscheinlich eh wieder nicht machen. :frowning_face:

  • Vielleicht könnt ihr ja zwischenzeitlich telefonieren oder eMails schreiben? Vielleicht öffnet sie sich dir ja da schon?!

    Du kannst wirklich nicht viel machen, du kannst ihr immer wieder zeigen, dass du für sie da bist und ihr zu hörst und dass sie dir vertrauen kann. Das ist schon ne ganze Menge! Mehr als viele viele andere machen würden!

    Achte aber auch weiter auf dich!

    Liebe Grüße
    gelberose

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