Wunderschönen guten Morgen!
Also, wie schon im Vorstellforum geschildert bin ich seit ca 6 Jahren SVV'lerin und irgendwie komm ich absolut nicht davon weg. In der Kurzfassung, meine damals beste Freundin hat mich schnellsterhand umgetauscht, als meine Mutter mit meinem Bruder schwanger war. Das hat ihr nicht gereicht, und da sie die Rolle der Klassensprecherin bei uns schon in der Grundschule hatte, dachte sie sich, dass man mich ja gut zum Mobbingopfer machen kann. Keinen zum Spielen, keinen zum Reden, in der Schule mit Buhrufen begrüßt werden, Noten gehen bergab. So ging das auch auf der weiterführenden Schule weiter, da mein Vater nicht in der Lage war, anzugeben, dass ich NICHT mit diesem Mädchen in eine Klasse will. Klasse.
Als mein Bruder 2 Jahre alt war, haben sich meine Eltern getrennt. Mein Vater zog ca 60km weiter weg. Wusste nicht wie ich damit umgehen soll, hab angefangen mich zurückzuziehen. Daraufhin hat meine Mutter mich das erste mal in psychologische Gruppentherapie gesteckt, damit sie nicht unbedingt mehr Arbeit als nötig hat um mit mir darüber zu reden.
Mein Bruder ist (wie sich hinterher herausgestellt hat, allerdings erst im Grundschulalter) in einigen Hinsichten krank. Fast blind geboren, zu wenig Blut, zu wenig Eisen im Blut, ADHS, Astma, Allergiker.. Das volle Programm. Inzwischen kann er glücklicherweise wieder sehen..
Naja und weil er so krank ist, hat er natürlich zu Hause sämtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil er ständig krank war. Und für mich blieb da nicht viel über, außer die negative Art, weil ich das abbekommen hab, was meine Mutter im Alltag gestresst hat, sei es durch Schläge, anschreien oder ähnliches.
Letztendlich hatte ich innerhalb von 3 Jahren alles verloren, was mir lieb war. Um wenigstens irgendwen zum Reden zu haben, hab ich mich dann in nem Chat angemeldet. Hab da viele Leute kennengelernt, mit denen ich zum Teil immernoch Kontakt hab.. Allerdings auch ein Mädchen, von mir jetzt X genannt. Mit ihr hab ich oft telefoniert, wir haben Nächte zusammen durchgelacht.. Aber irgendwann hat sie mir vom Ritzen erzählt, dass sie das schon oft machen würde, wenn sie nichts mehr fühlt.
11 Jahre alt, leicht beeinflussbar hab ich's dann auch mal ausprobiert und es hat mir gefallen. Von da an war das immer mein Ausweg aus der Wirkllichkeit. Jedes mal wenn ich sauer war, hab ich mich zurückgezogen und mir irgendwie wehgetan. z.T. hab ich's extra unauffällig gemacht indem ich z.B. meinen Bruder gereizt hab (ADHS in der aggressiven Form) und mich von ihm hab blutig kratzen und beißen. Ritzen war dabei und ganz früh hab ich auch alles mögliche in Richtung Alkohol, Zigaretten und Drogen probiert.
Heute hab ich's wohl überlebt, wie man sieht. Jedoch bin ich einiges nicht losgeworden. Ich rauche (und kiffe) immernoch, jedoch eher rauchen als Kiffen, weil ich's mir ne Zeit lang finanziell nicht leisten konnte. Momentan bin ich aber nicht grad 'ne arme Schluckerin, deshalb ist die Gefahr wieder da, mir 'n kleinen Vorrat anzuschaffen. Ritzen tu ich mich auch noch, allerdings nicht mehr unbedingt tief sondern eher oberflächlich. Depressionen sind immernoch dabei, auch viele Selbstmordgedanken und schon Pläne im Kopf wie ich's anstellen könnte. Das hat auch meine zwischenzeitliche Therapeutin rausgefunden. Ich hab sie nur angelogen, bin von Thema zu Thema gesprungen um nie tiefgehend über irgendwas zu reden und als sie meinte, das geht so nicht weiter, sie würde mich in eine Psychiatrie stecken wenn ich sie weiter anlüg, meine Arme verstecke und mir Pläne zum Sterben ausdenke. Therapie abgebrochen vor einem Jahr, allein weiter durchgekämpft.. Natürlich ist einiges passiert in dem letzten Jahr, aber das wäre viel zu viel jetzt auch noch mit hier unterzubringen.
Und jetzt bin ich hier gelandet und schreib diesen unendlich langen Text.
Würd mich über Antworten jeglicher Art freuen.
Liebe Grüße und einen schönen Tag erstmals,
Katniss.