Wie bekomm ich mein Freund (17) vom Marihuanakonsum weg

  • hallo, ich hab mich hier angemeldet um hilfe zu bekommen. ich hab zwar keine probleme, aber mein freund mit dem ich mittlerweile schon 2 jahre und 7 monate zusammen bin, konsumiert schon seid fast 2 jahren täglich gras. ich hab schon alles ausprobiert. wir hatten schon eine pause, ich hatte schon öfter schluss gemacht. aber nichts davon hat geholfen. und ich komm einfach damit nicht zurrecht, dass er es macht. mir tut es einfach weh ihn so sehn zu müssen wie er sich kaputt macht & wie er sich alles zerstört. am anfang wollte er es nur ausprobieren aber mittlerweile raucht er es echt oft. er will ja aufhörn, aber er kriegt es nicht hin. all seine freunde machen das. manchmal fühl ich mich echt verarscht, weil er sich immer wieder widerspricht. klar es ist schwer damit auzufhörnen, aber er hat seid kurzem auch nie hilfe angenommen. mittlerweile geht er jede 2 wochen zur Drogenberatung, aber ich hab Angst das selbst das nicht funktioniert.wär lieb wenn ich hilfe bekomme. danke : )

  • Hmmmm, wenn er inzwischen Hilfe annimmt, dann ist ja noch Hoffnung, sage ich mal.
    Raucht er denn noch genausoviel/genausooft wie vorher, oder ändert sich bereits etwas an seinem (Konsum)Verhalten?

    sry, bin müde.schreibe morgen nochmal was (bzw später dann, ist ja bereits "morgen") LG.Ganesha

  • Ja, richtig.
    Wenn er schonmal zu einer Drogenberatung geht, ist das ein erster Schritt.
    Aber und das kenne ich damals von mir, geht so eine Beratung auch schnell an einem vorbei.
    Mein Tipp ist, setze kein Ultimatum, sondern er sollte versuchen langsam davon herunterzukommen, so nach und nach.
    Wenn es natürlich von heut auf morgen geht, umso besser.
    Es gibt hier im Forum ein Programm das genau auf so eine Problematik zugeschnitten ist( Las das Gras).
    Vieleicht wäre das was für Deinen Freund?

    Gruss Si

  • Moin moin,

    ja, was ich meinte war: Hat er aufgehört, zum Beispiel morgens schon zu rauchen?
    oder verzichtet er auf die gerne gerauchte "Gute Nacht-Tüte"?
    Wenn nämlich alles bleibt, wie es war, dann ist es so wie "Sniff inn" sagte: Dann "sitzt der das aus".
    Geht halt alle 2 Wochen "dahin", damit Ruhe ist und fertig.
    Das bringt dann halt auch nix.

    DU kannst da bloß anstoßen, eine Hilfe sein - aber abnehmen kannst du ihm das nicht.
    Ohne die berühmte Einsicht, seinen Willen, geht da garnix.
    Wenn er sich hauptsächlich unter Kiffern bewegt, wird es ihm auch schwerfallen, da ne Änderung hinzubekommen.

    Es wäre zum Beispiel ein Schritt, wenn er es schafft, sich hier anzumelden & in das erwähnte Programm reinzuschauen und mitzumachen:
    Lass das Gras Intro

    Wenn halt alles nicht hilft, dann liegt es an dir, nach DIR selbst zu schauen, ob du so weiterleben willst, oder ob du Konsequenzen ziehen mußt.
    Es gibt nämlich auch eine Co-Abhängigkeit, das bedeutet dann, du kehrst alle DEINE Probleme unter den Teppich seines Suchtproblems.
    Kann auch ne üble Sache sein!

    Und ja: Stelle einem Süchtigen kein Ultimatum, wenn du nicht bereit bist, es wirklich durchzuziehen!
    Wir Süchtigen wittern das.

    LG & viel Glück.Ganesha

  • @ ganesha

    also er hatte es einmal ne zeitlang geschafft nur noch jeden 3. oder 4. tag was zu rauchen, aber jetzt ist es wieder beim alten und er machts wieder jeden tag wenn nicht jeden zweiten. also er sagt mir das ja nicht selbst aber ich kanns mir denken und ich kriegs immer mit. und mit der *gute nacht tüte* weiß ich nich so genau... er geht einfach zu seinen freunden und dann Kiffen die da einen. zu mir hat er mal gesagt wenn er nichts raucht dann kann er nicht schlafen. also denk ich das ist immer ganz verschieden um welche uhrzeit er es macht.

    danke für eure tipps sowas kann ich immer gebrauchen, weil ich nie weiß wie ich damit umgehen soll.

  • Hi,

    die wichtigsten Dinge haben meine Vorredner bereits gesagt. Du kannst natürlich hinterfragen, was wichtiger ist - Eure Beziehung oder das Gras. Letzendlich wirst Du Deinen Freund nicht kontrollieren können und wollen. Im Endeffekt bleibst Du co-abhängig, einen Abhängigen von seiner Droge zu befreien ist eine schwierige, wenngleich wertvolle Aufgabe!

    Eine wirklich gute Alternative ist (Klick mich!------->) Lass das Gras Intro oder der gemeinsame Gang zur Drogenberatung. Daneben gibt es Suchtdruck-Strategien wie z. B. Sport, die die Entzugserscheinungen & die Gefahr eines erneuten Konsums ein wenig abmildern. Ihr könntet Euch z. B. gemeinsam im Fitness-Studio anmelden - Jogging & Nordic Walking ist eine weitere Möglichkeit.

    LG Mickey

  • Ja seine Therapeutin hatte Sport auch schon erwähnt & er ist auch Fußballer. Ich achte auch immer das er regelmäßig ins Training geht, weil er selber sagt das würde ihm echt gut tun. Wir wollten gemeinsam joggen gehn, es war auch seine Idee nur hats dann irgendwie doch nich geklappt. Aber ich werd ihn einfach nochmal fragen.

  • Hallo SayD,
    wollte meinen Senf auch mal dazu abgeben.
    Ich war selber ein paar Jahre mit einem Kiffer zusammen und kann dich vielleicht ganz gut verstehen. Davor war ich selber Junky... in fast jede Richtung.
    Also, was ich kenne ist, dass wenn man seinen Partner drängt und direkt darauf anspricht... das geht voll in die Hose. Mein Ex-Freund hat sich dann nochmehr zurück gezogen und gar nichts mehr gesagt. Also, wie die anderen schon gesagt haben, Ultimatum stellen und Druck machen ist nicht gut. Damit erreichst du genau das Gegenteil.
    Mir ist gerade in den Sinn gekommen, ob du nicht auch mal ein Gespräch mit einem Therapeuten führen willst?! Also als Angehörige?! Die können dir mit Sicherheit sagen, wie du ihn am Besten unterstützen kannst. Denn, genau das ist der Punkt und da haben alle meine Vorredner recht, ER muss es wollen. Niemand anderes. Die Therapeutin/ der Therapeut wird und darf dir nichts über ihn sagen, so viel ist klar. Aber da kannst du über deine Befürchtungen und Gefühle sprechen, das hilft manchmal ungemein, glaub mir.
    Also vielleicht willst du es ja mal versuchen. Ich wünsch dir alles Gute.

  • Wenn du aus Erfahrung sprichst, dann wird das wohl eine gute Idee sein. Danke, ich werd die Tage mal bei seiner Therapeutin anrufen & nachfragen wie das so ist. Jemand vor dir hat mir auch schon den Tipp gegeben vielleicht zusammen mit meinem Freund zur Therapie zu gehen... Und das mit dem Ultimatum lass ich dann auch lieber. Danke : )

  • Hier wird meiner Meinung einiges vermischt und ich sehe da zum Teil einiges anders :winking_face:

    Einmal Therapeutin, ohne die Zustimmung des Patienten darf die keinesfalls mit dir reden oder sonst was.
    Einzig und allein wäre das mit den Eltern möglich, wenn er noch Minderjährig wäre und eine gewisse Gefahr bestünde.

    Zum Punkt "unter Druck setzen" ...
    ganesha hat es geschrieben, das sollte man nur machen, wenn man es auch konsequent durchsetzt.
    Doch bitte, wenn hier eine Suchterkrankung vorliegt, dann wird sich das nicht von selbst ändern :face_with_tongue:

    Das bedeutet, du musst mit dir klären, ob du deinen Freund weiter mit der Droge teilen willst.
    Du musst für dich entscheiden, ob du dich mehr mit 'Co-Abhängigkeit auseinandersetzen willst, weil man immer gut auf sich achten muss.
    Du musst entscheiden, was es bedeutet, wenn er sagt - ich will ja aufhören, geh mit dir joggen, gute Nacht-Tüte usw.

    Ich stimme natürlich überein, er muss es wollen und man kann schon mal wen anstupsen und zur Suchtberatung bitten.
    Wird das abgelehnt, du sagst klar das du keinen konsumierenden Freund willst, dann wirst du mal genau überlegen müssen, was ihm wichtiger ist :winking_face:
    Wenn er es probiert und wirklich rückfällig wird, dann ist das nicht schön, aber er versucht es wenigstens und wenn man da dann wieder ansetzt, dann klappt es auch irgendwann ...

    Deine PN beantworte ich auch gleich noch :smiling_face:

    LG Franz

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