Medikamentenentzug, wie geht das?

  • Hallo hase,

    ich finde es wirklich toll, wie du das alles durch gezogen hast und auch weiterhin durch ziehen willst! Es ist wichtig, dass du dran bleibst, gerade auch was deine psychischen Probleme betrifft! Immer weiter so! :smiling_face:

    Liebe Grüße
    gelberose

  • Guten Morgen an Alle,
    jetzt sind es bereits 10 Tage, die seit der Entlassung aus dem Krankenhaus vergangen sind. Ich bin nun soweit, dass ich berichten kann.
    Stand ist, dass das von mir bis zu 6 oder auch mal 8 Tabeltten Gelonida als Zusatzmedikation am Tag, dass diese weg sind. Im Moment nehme ich 60 mg Oxicdon, 150 mg Trimipramin, 20 mg Cipralex. Im Vergleich zu vorher ist das nun wirklich gut. Allerdings muß ich auch ganz ehrlich sagen, dass ich immer noch unter Entzugserscheinungen leide. Besonders schlimm ist es am Nachmittag und ganz früh am Morgen. Ich habe Schmerzen (keine Kopfschmerzen) in den Glieder und bin total verkrampft, schwitze und habe Angst. Ich hoffe sehr, dass das bald nachläßt. Die Umstellung bzw. Abstellen der Medikamente ist eine Seite aber nun zu Hause damit zurecht zu kommen ist glaube ich nochmal härter. Ganz ehrlich, es ist zum Teil richtig heftig. Ich bin dann zu nichts fähig. Wälze mich von einer Seite zur anderen und hoffe der Zustand läßt nach. Das Absetzten in der Klinik wurde ganz langsam gemacht. Ich bekam natürlich eine Ersatzmedikation, also statt Gelonida dann Novalgin. Aber auch das habe ich jetzt ganz weg gelassen. Solange meine Kopfschmerzen mitmachen und ich mit der festen Medikation (Oxicodon) zurecht komme, möchte ich auch nichts nehmen. Es ist wie gesagt, nicht leicht!!!
    Jetzt mal eine Frage, soll ich nun nochmal zusammenfassen, wie die 4 1/2 WOchen in der KLinik waren oder ist das nichts?
    Ich drücke Euch Alle und wünsche einen schönen Tag, Euer Angsthase

  • Hallo hase,

    dass du immer noch mit Entzugserscheinungen zu kämpfen hast, tut mir leid... Was sagt denn dein ambulanter Arzt dazu?

    Ob du nochmal alles zusammen fassen möchtest, bleibt dir überlassen! :smiling_face: Wenn du das Bedürfnis danach hast und meinst, das könnte gut für dich sein, dann mach es ruhig!

    Liebe Grüße
    gelberose

  • Hallo angsthase,
    ich habe Deinen Beitrag über Medikamentenentzug gelesen, u. mich heute gleich hier angemeldet. Ich findes es toll von dir das du es schon soweit geschaft hast. Ich habe mich auch zu einem Medikamentenentzug entschlossen u. bin in einer Klinik angemeldet. Es ist aber erst mitte April soweit bzw die rufen mich an wenn ein Bett frei wird. Ich habe genau so eine Angst wie du sie hattest, aber DANKE durch deinen Bericht hast Du mir schon geholfen die Angst etwas einzu dämmen.
    Da Du ja auch nocheinmal in die Klinik gehst wäre es schön weiter von Dir zu hören.
    Vielen Dank LG XCindyMausX

  • Hallo an Alle besonders auch an Cindymaus,
    Du kannst mich immer gerne fragen, was Du im Betreff auf den Aufenthalt wissen möchtest. Was möchtest Du denn loshaben bzw. umstellen? Ich bin ja nun schon über 14 Tage zu Hause und der körperliche Entzug vom Codein, also von den Gelonida oder auch Paracetamol .comp. glaube ich sind nun fast vorüber. Allerdings habe ich psychisch noch arge Entzugserscheinungen. Eine Unruhe, sehr wenig belastbar, Ängste, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und immer noch das Ziehe in den Beinen! Das ist manchmal total heftig. Ich habe ein bisschen im Netz nachgelesen was helfen kann und bin auf folgendes gestoßen. Also sehr gut ist das Magnesium Verla 300 mg zum im Wasser auflösen. Dann nehme ich über den Tag verteilt jeweils 8 Tabletten von Schüssler Salz Magnesium phosphoricum D6, dann noch Calcium phosphoricum D6. Ich muß sagen, dass hilft mir bei der Unruhe und bei den ziehenden Schmerzen. Manchmal ist es schon sehr hart und die Gedanken wollen sich selbstständig machen, haben aber keine Chance. Es wäre alles umsonst gewesen. Nein, nein. Ich gehe nächste Woche ambulant in die Klinik zur Schmerzgruppe und freue mich sehr, Mitpatienten zu treffen und über die Erfahrungen, die nun zu Hause gemacht werden, sprechen zu können. Dann im Mai fahren wir für ein paar Wochen an die Ostsee. Da freue ich mich sehr darauf, denn dort ist es total schön. Natur, wildes Meer, Wind, und alles ganz bequem. Man kann so richtig abschalten. Dann Ende Mai habe ich ja beim Chefarzt der Klinik einen Termin wegen dem noch anstehenden Oxycodonentzug bzw. Umstellung. Habe auch davor sehr viel Angst. Ich lese halt auch viel über Entzugserscheinungen und die können ja wohl noch heftiger werden als die jetzt beimCodeinentzug. Also nun mache ich mich fertig fürs Bett und wünsche allen einen schönen Abend und bis bald, Euer Angsthase:gi:

  • Hallo Angsthase,
    danke das ich mich an Dich wenden darf, ich habe sonst leider niemanden mit dem ich darüber reden könnte. Also ich nehme seit 20 Jahren starke Schmerzmittel, seit einigen Jahren nehme ich jetzt Jurnista (Hydromorphonhydchlorid) tagesdosies 24 - 32 mg je nach Schmerz, zur Zeit schaffe ich es mit 24mg. Mir geht es aber schon seit Monaten allgemein sehr schlecht durch die Medis. Deshalb habe ich mit meiner Ärztin diesen Entzug besprochen bzw ich habe darauf bestanden, aber in eine Klinik zu gehen. Ich habe schon öfter Medis umgestellt aber Ambulant alleine zu Hause, das war mir zu heftig, es kam ja kein Artz mal nach Hause, und ich war zeitweise nicht in der Lage das Bett zu verlassen, das möchte ich nicht noch einmal alleine durchhalten müßen. Gibt es eine bestimmte Zeit vorgabe wie lange man in der Klinik bleibt 3-4 Wochen oder bleibt man wirklich so lang bis man durch den Entzug ist, also vielliecht sogar länger?oder kürzer? Ich habe Angst das die mich dann entlassen u. man ist dann gerade so richtig im Entzug u. dann muß man alleine zu Hause da durch, davor habe ich Angst. Schweißausbrüche u. so das geht ja alles noch, aber wenn ich so eine Art Panikatake mit Atemnot bekomme u. der ganz Körper zittert u. man hat die Kraft nicht hat aufzustehen, davor habe ich Angst dann alleine zu sein.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag LG XCindyMausX

  • Hallo XCindymausx,

    hier haben schon ein paar Leute einen Medikamentenentzug gemacht, bist also nicht alleine hier! :winking_face: Eröffne doch mal ein eigenes Thema dazu, dann bekommst du auch eigene Antworten! :winking_face:

    Mein Freund hat jetzt auch einen Entzug von Mprphium gemacht und war 18 Tage in der Klinik, hatte allerdings auch kaum mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Wenn es bei dir schlecht läuft mit dem Entzug, also du schwere Nebenwirkungen hast, dann wird man dich nicht einfach so entlassen, wenn du noch stationäre Betreuung brauchst.

    Liebe Grüße
    gelberose

  • Hallo Xcindymausx,
    jetzt versuche ich nochmal Dir zu antworten. Habe es schon ein paar mal probiert aber meine Antwort wurde nicht geschrieben bzw. ist nicht erschienen.
    Ich wollte Dir nochmal sagen, dass Du in einer Klinik sehr gut aufgehoben bist. Ich hatte auch furchtbare Angst vor allem! Gleich am Anfang wurde mit mir und den Ärzten der Plan durchgesprochen. Wie gesagt, man hat mir Codein entzogen. Eigentlich wollte ich noch das Oxycodon umstellen, da. h. erst auch entziehen und dann neu einstellen, aber davon haben mir die Ärzte in diesem Aufenthalt abgeraten. Das wäre alles zu viel für den Körper gewesen. Also habe ich mich auch darauf eingelassen, was sie alles mit mir gemacht haben. Ich bin sehr froh, dass ich es gemacht habe. Allerdings jetzt zu Hause, habe ich schon noch zu kämpfen mit den psychischen Entzugserscheinungen. Muß schon ganz ganz hart bleiben, weil es halt oft nicht leicht ist. Aber ich muß da durch. Außerdem möchte ich ja im Juni dann nochmal ins Krankenhaus und die Umstellung vom Oxycodon zu machen. Auch da werde ich alles machen, was man mir sagt. Ehrlich, ich hatte immer jemand in der Klinik die sich Zeit nahmen und mir halfen in schlechten Stunden. Man war nicht alleine. Wenn Du dann noch im Entzug bist, das wissen die Ärzte, dann entläßt man Dich ganz sicher nicht. Eher lassen sie Dich eine WOche länger im Krankenhaus. Bei Fragen stehe ich Dir gerne zur Verfügung, melde Dich einfach bei mir, Angshase

  • Hallo Angshase,
    danke für Deine Antworten, Gelberose hat mir den Tipp gegeben, sebst dazu ein Thema zu schreiben, das habe ich getan. Siehe unter " Gehe zum Medikamentenentzug wer kann mir helfen" Dort können wir dann auch zusammen schreiben. Ich werde mich bei Dir melden vielen Dank.
    LG XCindyMausX

  • Hallo Angsthase,
    konnte gestern nicht schreiben, es ging mir wieder total schlecht. Habe aber gestern den Anruf bekommen das es am 18.04 soweit ist u. ich in die Klinik gehe. Ich bin eigendlich ganz glücklich darüber das es bald los geht, klar wird es mir zuerst noch schlechter gehen, aber so schlecht wie es mir gestern ging kann es auch nicht werden, nur besser hoffe ich und das dann für immer. Erst muß mal das ganze Gift aus den Körper.
    Ich wünsche Dir das es Dir bald besser zu Hause geht, Du hast ja auch schon viel durchgemacht u. hast es ja nocheinmal vor Dir. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

    LG XCindyMausX

  • Hallo XCindymausX,
    das ist ja gut, dass es am 18.04.2011 schon los geht. Die Zeit bis dahin geht vorüber. Schade, dass es Dir schlecht geht. Aber ich war heute auch noch bei meinem Arzt. Ich muß nun meine feste Medikation also, 40 mg Oxycodon morgens und 20 mg Oxycodon abends auf 30 mg Oxycodon abends erhöhen. Ja, erhöhen. Es geht mir gar nicht gut. Ich bin halt ab 4.00 Uhr wach und habe unerträgliche Kopfschmerzen. Da ich ja tagsüber max. 2 Novalgintabletten nehmen soll, reicht es mir nicht. Ich kann mich nicht jede Nacht ab 4.00 Uhr quälen bis es 7.00 Uhr ist und ich dann die 40 mg nehmen kann. Tja, dass ist bitter für mich aber ich kanns nicht ändern. Ich habe natürlich furchtbare Angst vor der Umstellung im Juni.
    Nun aber nochmal zu Deinem bevorstehenden Aufenthalt. Man hat mir ja hier in diesem Forum ganz tolle Tips gegeben und die gebe ich jetzt an Dich weiter. Ganz wichtig ist es, eine Kuscheldecke mitzunehmen. Ich habe mir auch mein eigenes Kopfkissen fürs Bett und ein kleineres für die Entspannungsstunden mitgenommen. Dann ein paar persönliche Sachen, Bilder von dem Liebsten, Bücher, Duftstäbchen, dann hatte ich Rescoure Tropfen dabei, Lavendel und solche Sachen. Mein Mann hat mir auch statt Schnittblumen eine große Schale mit wunderschönen Orchideen mitgebracht. Die haben mein Zimmer schön aufgelockert und ich hatte immer Blumen. Die habe ich sogar heute noch. Dann wie gesagt, es wird Dir geholfen wenn es Dir schlecht geht. Das ist besser als wenn man zu Hause ist. Ganz ehrlich. Ich habe nur so viel Angst, weil ich im Internet über Oxycodonentzug gelesen habe und dort schreibt man, dass dieser Entzug mit einem Heroinentzug gleichzusetzen ist und mit einem Codeinentzug gar nicht zu vergleichen ist. Na ja, aber es muß halt dann sein. Ich wünsche Dir nun auch viel Kraft und Mut für alles, was Du aushalten mußt. Aber auch Du wirst es schaffen!!! Ich schicke einen Drücker:ca: Angsthase

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