Hi,
mich würde mal eure Meinung dazu interessieren:
Also, ich habe vor eineinhalb Jahren schonmal Antidepressiva bekommen, und sie haben mir auch geholfen. Dummerweise habe ich sie letzten Sommer von heute auf morgen eigenmächtig abgesetzt, weil ich der Meinung war, es würde mir jetzt gut genug gehen. Im Nachhinein erklärt mir das einiges. Es hatte zwar keine körperlichen Auswirkungen, aber psychisch ist es schon wieder schlimmer geworden, obwohl ich das lange Zeit nicht wahrhaben wollte.
Mittlerweile geht es mir wieder so schlimm, dass ich ernsthaft überlege, mir wieder ADS verschreiben zu lassen.
Nur ich frage mich, ob das nicht wieder eine Flucht ist und ich die VErantwortung für mich selber damit nur wieder abgebe. Mir ist klar, dass MEdikamente alleine nicht ausreichen um mich wieder glücklich zu machen, sondern dass ich selber auch noch was dafür tun muss.
Aber soll ich es mir wirklich so einfach machen? Soll ich jedes Mal, wenn es mir wieder schlechter geht, zum Arzt rennen und mir Tabletten verschreiben lassen? Muss ich nicht irgendwann lernen, es auch ohne Tabletten hinzubekommen?
Genauso habe ich mir des ganze Wochenende überlegt, ob ich die Krisenambulanz aufsuchen soll und mich ne Stunde lang mit irgendnem Psychiater zu unterhalten. Einfach, weil es mir des We über so mies wie schon sehr, sehr lange nicht mehr ging. Ich habe es dann doch nicht getan, weil ich mir dachte, dass es schon irgendwie gehen müsste ohne. Klar, es ging schon irgendwie, nur war ich hinterher nicht wirklich glücklicher.
Und ich weiß auch noch nicht, was ich mit diesem Gang in die psychiatrische Ambulanz eigentlich erreichen wollte.
Wollte ich damit auch nur wieder die VErantworung für mich abgeben? Da ist es genauso wie mit MEdikamenten. Soll ich das auch jedesmal in Erwägung ziehen, wenns mir schlechter geht? Oder muss es eines Tages nicht doch mal wirklich ohne gehen?
Wie seht ihr das?
Lieben Gruß,
Tini