Angst vorm alleine sein / Langeweile?

  • Hallo zusammen
    ich habe vor kurem meine Theraphie (Cannabis) stationär abgeschlossen. Nun bin ich seit ein paar Wochen wieder zu Hause. Ich hoffe hier ein wenig Hilfe zu finden wie ich nun wieder mit mir selbst umgehen kann. Und zwar ist es nunn so das ich seit ein paar Wochen zu HAuse bin, und es mir sehr sehr schwer fälllt auf den Thc Konsum zu verzichten. Bin in den ersten Tagen alleine auhc wieder rückfällig gewesen, dies habe ich nun in den Griff bekommen, da ich gemerkt habe das es mir nicht wirklich gut tut. JEdenfalls hilft es in dem Moment, aber mehr auhc nicht. Nun sitze ich zu Hause und habe einfach panische Angst davor alleine zu sein. Ich versuche nun mich möglichst jeden Tag in irgendeiner Form zu verabreden. Nun bekommt ich aber auch Absagen, was eigentlich ja normal ist, dennoch kann ich damit kaum umgehen. Weiterhin stecke ich grade in einer absoluten Depression fest, wobei ich derzeit keine perspektive she da raus zu kommen. Alles fühlt sich innerlich leer und weh an. Wenn ich versuche meinen Gefühlen nachzu fühlen wird die Angst eher schlimmer als besser. Ihc schaffe es nun nicht mehr, wie auf der Therapie, mich selbst zu motivieren oder einfach die grundlegenden Tagesaufgaben wahr zu nehmen. So gehe ich abends möglichst spät ins Bett um am nächsten Tag nich zu viel Zeit mmit mir selbst verbingen zu müssen. Dann dümpel ich am PC solang vor mich hin, bis ich ne Freundin oder nen Freund treffen kann. Abends dann wieder bis in die Puppen vor dem Rechner. In der ZWischenzeit bin ich absolut weinerlich drauf. Jedes kleine Detail bringt mich zum heulen und ich sehe für meine eigene Zukunft schwarz. Bevor ich auf die Therapie ging hatte ich starke Selbstmordgedanken, ich merke wie diese GEdanken sich wieder beginnen zu festigen. Leider hab ich ich keinen Plan wie ich mir selbst helfen kann. Ich bitte um Anregungen oder Beispiele wie ihr mit solchen Situationen, Lebensphasen zurecht kommt. Bzw wie verbingt ihr eure Zeit? wie oft trefft ihr Freunde? Wieviel Zeit verbringt ihr allein?
    Achso ich habe keinen Job keine Kinder und einen liebevollen Ex Partner

  • HAllo Ranari
    Hast Du schon mal daran gedacht, eine weitere Therapie bei einem Psychologen zu machen?
    Du hast momentan wirklich viel um die Ohren, der Entzug, die Angst, die Depression, das alles kann man fast nicht alleine bewältigen.
    Oder sprich doch mal mit Deinem Hausarzt darüber, falls Du dem vertraust.
    Wichtig finde ich, dass Du Dir Ablenkung verschaffst, geh draussen spazieren, wenn das möglich ist. Frische Luft wirkt Wunder.
    Hast Du ein Hobby, welchem Du nachgehen kannst?
    Liebe Grüße
    dunge

  • Ja das kenne ich auch,nun ist dieser ganze Schutz weg,die Geborgenheit der Klinik und der harte Alltag und Realität sind wieder da.
    Nun fällt alles weg,die ganze Struktur,die du in der Klinik hattest,da fällt man erstmal in ein tiefes Loch.
    Deshalb werden ja auch soviele danach wieder rückfällig.
    Als ich nach 4 monatiger stadionärer Therapie damals wieder in mein normales Umfeld kam,erlitt ich auch gleich wieder einen Rückfall.

    Da du nicht die Verantwortung für Kinder hast,ist es natürlich doppelt schwer,deinen Alltag zu strukturieren,aber genau das brauchst du jetzt.
    Vielleicht könnte dir auch eine Selbsthilfegruppe helfen zu der du regelmäßig gehen kannst.

    Und wie Dunge schon richtig sagte ein eine Gesprächstherapie wäre ratsam.
    Leider sind die Wartezeiten da ja auch extrem lange oft.
    Es gibt aber auch psychologische Beratungsstellen,wo man auch schneller Termine bekommt.

    Ich habe mir eine ehrenamtliche Tätigkeit gesucht,da ich für meinen Beruf noch nicht belastbar genug bin.
    Das kann auch Wunder wirken.
    Oder eben ein Hobby,ich will mich jetzt auch mal in einem Chor anmelden,da ich gerne singe.
    Zur Keramik war ich auch schon mit meinem Sohn.
    Wichtig ist eben aus seinen 4 Wänden rauszukommen unter Menschen zu gehen,sonst wird die Depression
    immer schlimmer,denn man verkümmert zu Hause immer mehr und lässt sich gehen.
    Das mit dem Weinen über jede Kleinigkeit kenne ich auch,das geht aber mit der Zeit vorbei.
    Bekommst du Antidepressiva?Bist du in ärztlicher Behandlung?
    Wäre auch ganz wichtig,das du dich da unterstützen lässt.

    Ich wünsche dir viel Kraft und das du es schaffst.:fr:

  • also ich habe ne ambuante Nachsorge beantragt. Warte seit ca 6 Wochen auf ne Zusage. Mir fällt es nur schwer die Zeit bis dahin zu überbrücken. Hobbys na ja so wirklich hab ich keine. Bzw sport ist derzeit nich möglich, da Ferien sind- zum Anderen ist es auch ne Kostenfrage, habe derzeit 45 Euro pro woche zum Leben (essen, Trinken, Auto, Zigaretten, Freizeit). bin ach dabei mich zu bewerben, aber wie es meistens so ist, klapt es zum einen ja nich gleich auf Anhieb und zum anderen sind wir zwischen den Jahren, wo so ziemlich überall Funkstille ist. Ich weiß einfach nich wie ich mich zum Leben motivieren kann, also im Moment. Ein Funke Hoffnung ist schon da, aber wenn ich ihn greifen will, na ja dann kommen soviel negative gedanken hoch das er sofort erlischt.

  • Hallo Ranari,

    kann dich gut verstehen. Bei mir war es ähnlich nach Therapieabschluss.
    Die Vorredner haben ja schon vieles gesagt. Bei mir war es so, dass ich das Glück hatte in einem Projekt, das für ehemals Süchtige Frauen war, anzufangen. Wir haben da am Computer gelernt, haben zusammen gekocht, genäht und sehr oft mit Therapeuten am Tisch gesessen und einfach nur geredet. Einzelgespräche fanden statt und langsame Vorbereitung aufs Berufsleben. Zusätzlich hatte ich auch Nachsorge. Ich bin zwar auch ein paar Mal rückfällig geworden, bin aber damit offen umgegangen und hatte so direkt Hilfe bekommen.
    Informier dich doch mal bei der Suchtberatung. Vllt gibt es solche Angebote in deiner Nähe.
    Wie ich richtig gelesen habe, bist du wieder in dein altes Umfeld zurück. Dann ist es noch schwerer clean zu bleiben. Mach nicht den Fehler und begieb dich aus Einsamkeit in dein altes Drogenumfeld, denn dann bist schneller wieder drin wie du kucken kannst.
    LG pInK

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