• Hallo!

    Ich bin auf der Suche nach Leuten, denen es ähnlich geht wie mir. Ich leide schon lange unter Neurosen, bin daher oft Depressiv und todessehnsüchtig. Habe Angstzustände, extreme Selbstzweifel, fühle mich total gestört und in meinem Kopf gefangen. Ich kann mit niemandem richtig darüber reden, da es niemanden in meinem Umfeld gibt, der es versteht oder den es wirklich interessiert. Fühle mich daher meistens extrem einsam und allein. Daher würde es mich freuen, wenn es jemanden gäbe, mit dem man sich über diese Probleme austauschen kann. Ich habe heute ein bisschen im Internet über Neurosen gelesen und bin dabei auf das Krankheitsbild des neurotisch Depressiven - oder auch depressiven Neurotikers - gestoßen, das sehr gut beschreibt wie es mir geht! Gibt es hier Leidensgenossen?

  • hallo,
    Neurose ist ein sehr allgemeiner begriff. das haben im prinzip viele. hab jetzt keine definition parat, aber es heißt wohl so ungefähr: abweichende emotionsverarbeitung, abweichendes soziales verhalten und denken, im laufe des lebens erworben, sprich "erlernt" und sicher oft mit dem, was du beschreibst, verbunden. es gibt bessere und "richtigere" definitionen. so ungefähr hab ich das jetzt im kopf. hast du eine bestimmte diagnose, also eine speziellere? vielleicht eine persönlichkeitsstörung mit adjektiv davor?

    ich bin neurotisch, persönlichkeitsgestört (vermeidend, zum teil auch bl-züge), süchtig, Depressiv etc.
    du bist sicher nicht allein mit deiner problematik. auch hier wird es so einige geben, die mehr oder weniger neurotisch sind.

  • Hallo kund,

    ich bin nicht neurotisch, kann dir da also leider nicht weiterhelfen... Aber hast du vielleicht mal an eine Therapie gedacht? Ein Therapeut kennt sich mit so etwas aus, kann dich verstehen und dir vielleicht sogar weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    gelberose

  • Hallo bender!

    Ich habe keine offizielle Diagnose von einem Arzt oder Therapeuten, aber nachdem ich gestern gelesen habe, dass es das Krankheitsbild des neurotisch Depressiven gibt, würde ich mich selbst als solchen diagnostizieren! Machst Du eine Therapie oder sonst irgendwas gegen Deine Neurosen usw.? Wonach bist Du süchtig?

    @gelberose: Ich hab schon einiges probiert, die Bandbreite reicht von klassischen Therapien, Psychiatern, Antidepressiva über chinesiche Medizin, spirituelle Berater bis hin zum peruanischen Schamanen aus dem Regenwald. Die letzte Therapeutin, das war eine Verhaltenstherapeutin, hat mir nach einem halben Jahr, in dem ich ihr meine ganze Lebensgeschichte ausgebreitet habe, erklärt, dass sie mir nicht helfen kann.. Da hat man keine große Lust mehr, gleich zum nächsten Therapeuten zu rennen und nochmal von vorn anzufangen.

  • hallo,
    es ist nicht so klar zu sagen, wonach ich süchtig bin. die substanz oder was auch immer kann wechseln. am schlimmsten sind bei mir derzeit aber wohl Schlafmittel.
    mir wird oft mal wieder ne therapie ans herz gelegt. aber solange ich mich dazu nicht einmal in der lage fühle und keinen sinn drin sehe: nein, ich mach keine. wenn ich halbwegs clean bin, wär es vielleicht ne idee.
    therapeuten picken sich manchmal die leichtesten patienten raus. das kenn ich auch. wurde auch schon weggeschickt, weil ich angeblich zu schwierig sei ...

    trotzdem ist ne gut therapie, ich denke vor allem an ne Gruppentherapie oder auch unterstützend ne selbsthilfegruppe so ziemlich das beste, was man versuchen kann. oder?
    und es gibt ja viele verschiedene therapieformen.

  • Oje, Schlaftabletten, das kenn ich leider nur zu gut! Die Zeit in der ich schlaftablettensüchtig war, war eine der schlimmsten in meinem Leben! Welche nimmst Du denn? Und wie lange schon? Ich hab hauptsächlich die Zoldem genommen. Was tust Du um davon wegzukommen?
    An eine Selbsthilfegruppe hab ich auch schon gedacht, aber leider gibts in wien anscheinend keine selbsthilfegruppe für neurotiker, dafür aber für jeden andern scheiß...

  • wenn ich ein ekt-gerät hätte, würde ich mir damit nen anfall zulegen, aber so fällt mir als letztes mittel nur noch fasten und Schlafentzug ein, damit mein körper und gehirn mal merkt, dass überhaupt nichts mehr rund läuft. süchtig bin ich, weil ich krank bin.

    ja, in größeren städten gibt es meist gruppen für psychische sachen. es ist manchmal gar nicht so wichtig, dass das thema 100%ig passt, sondern dass man erstmal da ist.

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