Mein Freund nimmt Speed.

  • Hallo,

    ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben, da ich momentan völlig ratlos bin. Mein Problem habe ich schon mal in einem anderen Forum gepostet, welches sich aber nicht so explizit mit dem Thema beschäftigt. Ich hab jetzt einfach mal die beiden Texte aus dem Forum dort hier reinkopiert, damit ich nicht nochmal alles abtippen muss. Ich bitte also um Nachsicht, falls es sich ein bissl komisch liest:

    1. Posting
    ich bin mit meinem Freund seit knapp 9 Monaten zusammen (er ist 28, ich 35). Gleich am Anfang sagte er mir, dass er wenn er weggeht Speed nimmt um die Nacht durchzutanzen. Die ersten beiden Male als wir zusammen weg sind, hat er es auch genommen obwohl ich von Anfang an sagte, entweder lässt er es oder es ist Schluss, weil ich sowas völlig unakzeptabel finde. Er hat es dann auch gelassen, sagt er. Mittlerweile hab ich da so meine Zweifel. Die ersten Male ohne Droge, war er dann nämlich nach ein paar Stunden tanzen auch müde und er hat dann Koffeeintabletten und noch irgendwas anderes genommen ohne wirklich großen Erfolg. Er war ganz normal kaputt wie jeder andere auch. Nun ist es aber so, dass es ihm seit ca. 3-4 Monaten nix mehr ausmacht. Es ist mittlerweile auch so, dass er mit zu Hause ablädt früh um 6 oder so und dann wieder tanzen fährt. Letzes WE hab ich dann auch so um 5 gesagt, dass ich müde bin, da meite er allen ernstes ich soll mich doch ins Auto legen und dort schlafen. na toll. Und er hat auch den ganzen Sonntag nicht geschlafen, erst abends, und es war kein Anzeichen von Müdigkeit zu entdecken. Finde ich langsam seltsam. Der eigentliche Grund, warum ich so misstrauisch bin ist aber, wie hatten vor ca. 5 Wochen eine ziemlich heftigen Streit und ich habe gesagt, es wäre gut, wenn wir uns mal zwei Tage nicht sehen (also nur abends, da wir die gleiche Arbeitsstelle haben). Er war dann Samstag abend wieder da und ich war kurz in der Küche für ihn Kaffee machen, als ich wieder reinkam, sah ich grad noch, wie er ganz hastig und erschrocken etwas in die Tasche steckte. Nach ewigem hin und her gab er zu, wieder etwas genommen zu haben, weil er so demprimiert war, wegen dem Streit. Na toll. Seitdem bin ich halt ziemlich misstrauisch, zumal man es ihm, außer dass er nicht müde ist, nicht anmerkt, wenn er was nimmt und ich somit auch keine Beweise für meinen Verdacht habe. Er hat es auch nicht nur genommen wenn er tanzen wollte sondern auch zum abnehmen. Er hatte in den letzten zwei jahren 20 kg abgenommen, da haben wir ihn auf Arbeit noch bewundert dafür. Irgendwann erzählte er mir aber mal, dass er z.B. am WE immer damit nachgeholfen hat, weil er dann keinen Appetit hat.
    Ich weiß auch nicht so recht, was ich nun glauben soll.
    Vielleicht hat ja jemand von Euch ein paar Tipps wie ich damit umgehen soll. Oder seh ich das einfach zu eng? Ich denke nicht, ich bin nunmal absolut gegen dieses Sch..zeug.

    2. Posting
    Tja das mit dem Vertrauen ist so eine Sache. Bis vor Kurzem hab ich ja noch geglaubt, dass er es lässt. Aber als ich ihn dann dabei erwischt hab und er erst vehement abgestritten hat was genommen zu haben und es dann doch zugab, seit dem ist das Vertrauten gebrochen. Und da ist mir das auch erst so richtig aufgefallen, dass so eine Diskonacht völlig an ihm vorbei geht. Ich bin spätestens um vier totmüde und er findet nie ein Ende und es endet dann meist im Streit. Einmal z. B. hat er mich früh um halb sechs zu Hause abgeladen und noch gemeint, er tanzt ja so gerne und es wäre ihm egal was ich jetzt dazu sage. Dass fand ich völlig daneben und da ist er auch erst halb neun dort weg, als Schluss war und auch nicht geschlafen usw. Ich finde das schon recht seltsam.

    Bis vor kurzem hatte ich noch überlegt mit ihm zusammen zu ziehen, aber seit dem habe ich auch erstmal davon Abstand genommen. Er wohnt noch bei seinen Eltern und so richtig weg will er da glaube eh nicht. Was mich vor allem ärgert ist auch, dass er nichts draus lernt. Er war schon mal etliche Monate seinen Führerschein deswegen los und wenn ich dann sage, nix draus gelernt, dann meinte er doch, weil er sich dann halt abholen lässt von seinem Cousin oder so. Und er hätte es unter Kontrolle, weil er es ja nur nimmt wenn er tanzt so alle 3 Wochen (wobei er es ja ne zeitlang auch jedes WE wegen dieser Abnehmgeschichte genommen hat).

    Ich weiß auch nicht, bin völlig hin und her gerissen. Habe heute auch nochmal mit ihm geredet und ihn direkt drauf angesprochen und gesagt das ich diese Ausdauer schon verdächtig finde usw. Kurz danach hat er dann wenn er hoch ins Büro kam immer richtig auffällig gegähnt und immer wieder erzählt wie müde er doch ist. Da frag ich mich auch, ist er nun wirklich kaputt vom WE oder hat er nur betont müde gespielt?

    Es ist echt schwierig. Aber ich weiß auch, dass wenn es wieder passiert und ich es irgendwie mitbekommen, dann war es das.

    Mal sehn wie es weitergeht.

    3. Posting

    Ihr hattet recht und meine Vermutung hat sich leider bewahrheitet. Habe ihn gestern abend nochmal ganz gezielt drauf angesprochen. Und nach einigem hin und her hat er es zugegen, zwar ein paar Monate Pause gemacht zu haben, aber seit einiger Zeit wieder was zu nehmen. Zwar nur wenn wir weggehen, so ca. alle 3 Wochen, aber das ist mir schon zuviel. Er ist der Auffassung es ist besser, als wenn man trinkt. Er verharmlost das dermaßen, das es mich regelrecht ank... Habe dann noch gesagt, dass ich nicht mit einem Junkie zusammen sein will, da ist er völlig ausgeflippt. Es wäre ein Frechheit sowas zu sagen, ein Junkie konsumiert ständig. ich war aber der Meinung des man auch süchtig ist, wenn man es immer wieder zu bestimmten Anlässen z. B. nimmt. Da dachte ich der geht mir an die Gurgel. Richtig ungehalten war er da. Ich hab dann mal lieder nix mehr gesagt dazu. Außer, dass ich mit so jemanden nicht zusammen sein kann. Er meinte dann halt, dass er dann eben nicht mehr weggeht usw. Aber da glaub ich nicht mehr dran.

    4. Posting

    Gestern Abend hat er angerufen und sich entschuldigt, wie zu erwarten war. Er würde es mir beweisen, dass er es kann und es tut ihm ja leid usw. usw. Ich habe dann auch gesagt, dass er ja seine Chance hatte es zu beweisen. Er meinte, er dachte er könnte beides haben. Aber ich habe ja deutlich gesagt so geht es nicht und trotzdem wieder. Ich hab auch gemeint, wie dass denn weitergehen soll, wieder ein paar Monate alles gut bis ich wieder was merke und von alleine gibt er es ja eh nicht zu. Heute tut er wieder so, als ab alles okay ist. Ob er heute Abend vorbeikommen kann und er will es ja unbedingt beweisen. Also ich glaub da irgendwie nicht dran. Bin völlig hin und her gerissen. Ich hab dann schon wieder so Anflüge von schlechtem Gewissen, dass ich nicht noch eine Chance geben will. Aber andererseits denke ich, dass es vergebliche Mühe wäre.



    Aktuell ist es nun so, dass er mich jeden Tag belagert, damit wir uns wieder vertragen. Dass fängt an damit, dass er mir hoch und heilig verspricht, dass er es lässt. Dann heißt es wieder er will nicht mehr tanzen gehen, damit er es lassen kann, sonst denkt er wahrscheinlich schafft er es nicht und dann endet es manchmal wieder in Beschimpfungen, dass ich doch gar keine Ahnung habe. Ich bin mittlerweile selbst schon total fertig mit den Nerven. Wir arbeiten ja auch noch zusammen in einem Büro. Heute meinte er z. B. wenn ich ihn nicht wieder nehme, dann kündigt er. Ne halbe Stunde später steht er wieder vor mir und sagt er hat das ja gar nicht so gemeint. So geht das hin und her.

    Vielleicht könnt ihr mir irgendeinen Rat geben.

    Vielen Dank auf jedenfall schon mal fürs lesen diesen ellenlangen Beitrags.

    Liebe Grüße

    coolcat

  • Hallo Coolcat :wink:

    wie würde die Beziehung ohne Drogenproblematik sein - ebenfalls ein Rosenkrieg - vielleicht?!? Dir scheint viel an ihm zu liegen, sonst würdest Du nicht über sowas nachdenken. Du solltest die offene Diskussion mit ihm weiter suchen, das hast schon gemacht. Der gemeinsame Weg in eine Drogenberatung würde sich lohnen, und bei Dir besteht eine Co-Abhängigkeit, weil Du mit leidest. Weitere Schritte für Deinen Freund sind 1. der Gang zum Suchtmediner 2. der Beginn einer Therapie und/oder Selbsthilfegruppe. Zu (2) haben mir z. B. die Narcotics Anonymous weitergeholfen, die gibt´s in jeder größeren Stadt - die Gruppe kannst ebenso als Co-Abhängige besuchen und Dich im Vorfeld informieren. Das virtuelle SUS-Forum solltest Du begleitend nutzen...

    Dir viel Erfolg dabei:63:

    Mickey

  • Servus coolcat,

    ganz schön viel Stoff :grinning_squinting_face:

    Es ist natürlich immer schwer zu beurteilen, was der nun wirklich macht, machen wird und was nicht.

    Letztlich zeit es Tendenzen, die 'Sucht ausmachen, wenn er seine Beziehung aufs Spiel setz und dich anlügt.

    Für mich ist dein letzter Abschnitt das wesentliche :winking_face:
    Weißt du, auch wenn er nun um eure Beziehung kämpft, keiner kann dir sicher sagen, wie es weiter gehen wird.
    Ich glaub immer mal als erstes, dass es jeder schaffen kann, der alles dafür gibt.
    Junkie, gutes Ansatz, der übliche Irrglaube - Suchtprobleme haben nur welche, die jeden Tag konsumieren :grinning_squinting_face:
    Völliger Blödsinn, aber ich den das hast durchschaut ...

    Ok, wieder zurück zum letzten Teil :winking_face:
    Du schreibst, du bist selbst schon ganz mit den Nerven runter!
    Da musst du ansetzen, nicht was der jetzt für Drohungen raus lässt.
    Kündigen, na dann hilft es nix, die wirst dich hoffentlich nicht erpressen lassen.

    Einen Rat kann man sehr schwer geben, weil das an Infos doch recht wenig ist.
    Vorerst musst du für dich entscheiden, wie wichtig dir diese Beziehung ist. Aber lass mal alles einfließen, die Lügen, Drogen, das Gute ...
    Die berühmte Liste - was ist positiv/was nicht - sollte da seinen Dienst tun :winking_face:

    Ich denke nämlich nicht, dass es am Tanzen liegt, eher anders rum, wenn er dicht ist, dann muss er tanzen :face_with_tongue:

    Klar finde ich es schön, wenn man gemeinsam so was durch steht, doch muss dir klar sein, es werden vermutlich Rückfälle kommen, weitere Lügen usw.

    Hast schon mal ne therapeutische Maßnahme abverlangt?

    LG franz

  • Ja also wegen Therapie hab ich ihn auch schon ganz offen angesprochen. Habe gesagt, er soll sich doch mal beraten lassen und ich würde auch mitkommen. Ich habe gesagt, ich möchte ihm so gerne helfen, dass er es lässt, weil ich ihn liebe. Seine Reaktion, war da unterschiedlich. Einmal hat er mich total vollgemotzt, richtig laut und mit drohendem Finger, es sei eine Frechheit ihn so hinzustellen, als ob er süchtig wäre. Da hab ich erstmal gar nix mehr gesagt, weil ich Angst hatte, dass er völlig durchdreht. Bei nem andern mal hat er mich ausgelacht, sowas brauche er nicht, wenn er will kann er auch aufhören, hat er ja monatelang gemacht. Auf meine Frage, warum er dann immer wieder anfängt, kam als Antwort, weil er nur so von der Woche abschalten kann. Wie soll man denn da weiter ansetzen? Er sieht das nicht ein, meint, es war doch alles okay und ich hatte doch keine Nachteile davon.

  • Hi coolcat,

    in den paar wenigen Sätzen lieferst mir mehr an Suchtanzeigen, als mit dem vorigen Text :winking_face:

    Nochmal ganz klar, natürlich kann man so keine klare Aussage amchen, wenn man sich nicht kennt und alles mal in Ruhe besprochen hat.
    Was aber da alles kommt, das finde ich jedenfalls, da kann man klare Strukturen erkennen:

    • jegliches abstreiten einer 'Abhängigkeit
    • aufbrausendes Verhalten
    • Drohungen
    • nur abschalten über die Droge möglich


    Du kannst nicht helfen, schon gar nicht wenn er es nicht will!

    Du musst aber für dich entscheiden, willst du so weiter machen, dich bedrohen lassen, anlügen lassen und immer zurückstecken müssen?
    Nachteile hast du immer, weil er dich mit dem Konsum teilt, dich zurück stellt - willst du das?

    Ich würde ihn zu einer Beratung mitnehmen, wobei es immer heißt, der Konsument sollte es selbst in Fahrt bringen.
    Ist er dazu nicht beriet, dann wirst du immer an Stelle 2 oder noch mehr stehen ...

    Schönes Wochenende!

    LG Franz

  • Hi coolcat.
    Schwierig da was zu sagen, aus der Entfernung kann man halt auch nicht hinter die Kulissen blicken.

    Das ist nur meine persönliche Meinung und mag auch der allgemeinen widersprechen:
    Dein Freund zeigt da für mich eindeutiges Suchtverhalten gepaart mit Uneinsichtigkeit. Das Hin- und Herspringen zwischen unterschiedlichen Positionen... Zerrissenheit... heute Hüh morgen Hott... klingt alles nach einem inneren Kampf. Kann dauern...

    Hmm... kenne ich alles... hat etliche Jahre gedauert, bevor es bei mir *klick* gemacht hat. Viele gute Gründe um es nicht sein zu lassen. Harmlos war's obendrein und sowieso "mein Ding"... hat ja mit anderen nichts zu tun. Nein, nein... weder finanziell noch in der Lebensführung... alles meine Sache. :winking_face:

    Zitat

    Klar finde ich es schön, wenn man gemeinsam so was durch steht, doch muss dir klar sein, es werden vermutlich Rückfälle kommen, weitere Lügen usw.

    Jo, sehe ich genauso. Vor allem muss dir klar sein, wie lange sich so etwas hinziehen kann.

    Auch noch bedenkenswert: Ohne ordentlichen Crash, der einen auf den Boden der Tatsachen zurückholt stellt sich meist keine Einsicht ein. :winking_face: Und ohne echte, tiefe Einsicht, dass es da überhaupt ein Problem gibt, passiert sowieso nichts.

    LG
    WbD

  • Hallo Coolcat,

    ich sehe das eben so wie meine beiden Vorgänger. Er ist abhängig und befindet sich in dem Stadium in dem wir alle (Süchtigen) mal waren "Ich hab das unter Kontrolle", "Ich bin nicht süchtig", "Ich kann aufhören, wenn ich denn WILL." usw usw...
    Ich denke nicht, auch wenn es hart klingt, dass du ihm helfen kannst davon weg zu kommen. Wie WbD schon schrieb, es muss "Klick" machen, bei ihm, nicht bei dir.
    Selbst wenn er eine Zeit lang aufhört wird er, ohne professionelle Hilfe irgendwann wieder in das alte Muster zurück fallen.

    Horche auf dich, was willst du? Womit kannst du leben?
    Du sagst, du bist nervlich am Ende. Das wird sich vorerst wohl nicht ändern, denn der Konsum wird immer wieder Thema sein, du wirst immer wieder misstrauisch sein.
    Dass er dich mit dem kündigen erpresst ist vollkommen daneben. Darauf würde ich meine Entscheidung auf keine Fall bauen.

    Und wer weiß, vielleicht rüttelt ihn eine Trennung mal wach und er ändert von sich aus was und arbeitet an sich. Falls er, im besten Fall, eine Therapie beginnt, sein Leben wieder auf die Reihe bekommt (ohne Drogen), kannst du dir immernoch überlegen was du schlussendlich machst d.h. ob du ihm diese Chance noch gibts. Aber in der jetztigen Situation sehe ich keine langfristige Lösung mit der ihr beide leben könnt.

    Lieben Gruß,
    unerkannt

  • Hi,

    kann mich da einfach anschließen...
    Ich habe lange, lange auch "nur konsumiert" - aber KEINERLEI Drogenproblem gehabt! *müdegrins*
    Wird wohl auf das rauslaufen:

    Zitat von WrongBydesign

    Auch noch bedenkenswert: Ohne ordentlichen Crash, der einen auf den Boden der Tatsachen zurückholt stellt sich meist keine Einsicht ein. :winking_face: Und ohne echte, tiefe Einsicht, dass es da überhaupt ein Problem gibt, passiert sowieso nichts.


    War bei mir so - auch wenn ich zwischendurch sogar cleane JAHRE hatte - zumindest was die Pulver's angeht - um endgültig aufzuhören, brauchte ich den totalen Crash...
    Ist natürlich kein absolutes MUß, aber wahrscheinlich.
    Deshalb, ganz wichtig, auch wenn es hart ist: Pass auf DICH auf, ziehe klare Grenzen, sonst endest du in der Co-Abhängigkeit & das ist auch übelst...

    LG.Ganesha

  • Zitat von ganesha;167873

    (...)Deshalb, ganz wichtig, auch wenn es hart ist: Pass auf DICH auf, ziehe klare Grenzen, sonst endest du in der Co-Abhängigkeit & das ist auch übelst...

    Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Co's in Zügen sogar bedeutend mehr leiden, als die Suchtis. Soetwas wie Co-Abhängigkeit gibt's ja auch noch bei anderen psychischen Phänomenen... *seufz*... wie tief die manchmal da mit drin hängen. :frowning_face: Vor allem trifft es oft Menschen, die sich ohnehin schon nicht genügend abgrenzen können... elende Spirale.

    LG
    WbD

  • Hallo Coolcat:wink:

    was das Thema "Beziehung" angeht, da steht wahrscheinlich tatsächlich eine Entscheidung für Deinen Freund an: Entweder die Droge oder Du! Beides funktioniert nicht wirklich, auch im (negativen) Sinne einer Co-Abhängigkeit. Letztendlich leiden Liebe & Emotionen immer dann in einer Beziehung, wenn Suchtstoffe im Spiel sind. Besucht doch mal beide zusammen eine Drogenberatung oder Selbsthilfegruppe. Wenn sich Dein Freund für einen Drogenentzug entscheidet, dann wird das für Dich nochmal hart - mit einem Auf & Ab der Gefühle. Das sollte Dir klar sein, aber letztendlich läuft es darauf hinaus. So ganz alleine kommst Du aus dieser Problematik nicht raus. Du brauchst konkrete Hilfe. Vielfach gibt es ebenso soziale Beratungsstellen in jeder Stadt. Einfach mal zusammen hingehen & informieren...

    Meine letzten Beziehungen bzw. meine letzte Partnerschaft ist gescheitert, weil ich an der Droge hing, daher kann ich das ein bisserl beurteilen. Sag ihm einfach, wie stolz Du auf in bist, wenn er clean wird. Begleite ihn auf seinem Weg...

    G24h - nur für heute:63:

    Mickey

  • Heute haben wir nochmal geredet. Er war vorbeigekommen. Habe ihn nochmal gefragt, ob wir gemeinsam zur Beratung gehen wollen, nur um mal Tipps zu bekommen, was er machen kann, wenn das Verlangen wieder da ist usw. Hat er abgelehnt. Ich habe ihm dann nochmal die Frage geste..t: Glaubst Du, dass Du es lassen kannst und willst Du es überhaupt lassen. Er druckste rum, ich meinte sei bitte ehrlich und er meinte er glaubt es nicht. Nicht jetzt, vielleicht in ein paar Jahren, wenn er nicht mehr Tanzen gehen will. Wir sind dann schlussendlich dazu gekommen, dass es so keinen Sinn hat. Wir wollen aber Freunde bleiben. Mehr jedoch möchte ich nicht. Ich erwarte da doch anderes von meinem Partner. Zumal ich mich auch die ganze letzte Woche total fertig gemacht habe. Ich hab selbst ne schlimmt Zeit durchgemacht, bevor ich mit ihm zusammen war. Da hätte ich mir vielleicht auch Hilfe suchen sollen und ich hab da jetzt noch dran zu knabbern, da hab ich für sowas keine Kraft. Ich denke, es ist der richtige Weg, wenn ich anfange auch mal wieder an mich zu denken. So schwer es mir auch fällt, aber so könnte ich auf Dauer nicht weitermachen.
    Ich möchte mich nochmals ganz ganz herzlich bei Euch bedanken.

    LG Coolcat

  • Na, das ist wenigstens mal eine klare Ansage, eine Position mit der du arbeiten kannst. Wie schon mehrfach geschrieben: die Entscheidung muss aus eigenen Stücken ganz ernsthaft erfolgen, ansonsten mündet das Ganze nur in einer Scharade. :smiling_face:

    Das du dir etwas anderes von deinem Partner erhoffst kann ich sehr gut verstehen. Sind Drogen im Spiel fällt eine richtige Partnerschaft für gewöhnlich ins Wasser.

    Ich wünsche dir viel Glück und Kraft und um sich selbst kümmern ist immer gut. :smiling_face:

    LG
    WbD

  • Hallo Coolcat :top:

    drücke Dir die Daumen, daß alles gut wird - aber Du hast richtig gehandelt. Es liegt im Ermessen Deines Partners, alles doch noch zu "drehen", aber die Droge scheint ihm wichtiger zu sein. Vielleicht ändert er seine Einstellung, aber Du brauchst kein schlechtes Gewissen deshalb zu haben.

    G24h - nur für heute :63:

    Mickey

  • Vorhin kam ein Anruf und grad ne SMS. Er hat sichs mal wieder anders überlegt. Will aufhören. Ob er kommen kann. Es länge jetzt an mir mich zu entscheiden. Also mal ehrlich so kann man die Leute auch in die Klappse treiben. Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber ist man da wirklich so hin und her gerissen und was hat man davon zu halten. Beratung lehnt er nach wie vor strikt ab. Aber ich kann nicht mehr. Dieses Hin und Her zermürbt. Sicher ist es für ihn auch schwer aber ich weiß mir keinen rechten Rat in welche Richtung es gehen soll.

    Sorry übrigends falls ich Euch mit diesem ewigen Hin und Her zu sehr auf den Wecker geh, aber ich bin froh dass ich mir das mal alles von der Seele schreiben kann.

  • Hmm... letztlich musst du wissen, ob du genau dieses Hin und Her noch eine ganze lange Zeit ertragen willst und kannst.
    Jetzt will er es sein lassen, morgen oder gar nachher kann das schon wieder anders aussehen. Ich bin bei solchen Sachen zum Pessimist geworden. Selbst nach langwierigen Therapien sind Rückfälle an der Tagesordnung, ohne Hilfe wird meist überhaupt nichts. So sehe ich das jedenfalls. Kenne ich von mir selbst und erst recht aus meinem damaligen Umfeld. Von denen hat eigentlich keiner bisher wirklich den Absprung geschafft, trotz Vater-/Mutterschaft, finanziell und lebenstechnisch katastrophalen Zuständen und dergleichen. Alle noch auf Crystal/Amphe, und es sind nicht Wenige. Soviel zu meiner Erfahrungslage.
    Sicher ist es für den Betreffenden schwer, aber allzu oft leidet das Umfeld in weitaus größerem Maße.

    Zitat

    Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber ist man da wirklich so hin und her gerissen und was hat man davon zu halten.

    Ich kann da nur für mich sprechen: Ja, ist man, jedenfalls solange es noch zu keinem konkreten Entschluss gekommen ist. Vor allem, wenn einem die Entscheidung gewissermaßen von außen aufgezwungen wird. Gerade wenn es "nur" darum geht, eine Beziehung zu retten, kann es manchmal so sein, als probierte man den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Auf allen beiden Seiten steht letztlich nur der Verlust. Kann sich hinziehen...

    Die Entscheidung kann dir letztlich niemand abnehmen.

    LG
    WbD

  • Zitat

    Die Entscheidung kann dir letztlich niemand abnehmen.

    Weil es halt die verschwindend geringe - aber vorhandene Möglichkeit gibt, dass er es ernst meint und schafft...
    Als es bei mir damals mit dem Alk soweit war, dass ich endlich realisierte, dass ich gerade dabei bin, deswegen nicht nur mich selbst,
    sondern auch meine Frau zu verlieren...hätte ich mehr als nur Beratungsgespräche akzeptiert, um das zu verhindern!!!

    Das solltest du bedenken... LG.Gane

  • jetzt hab ich nun wieder gesagt, soll er doch kommen...
    ich hab selbst ne Menge shit durch. Als ich 14/15 war ich auf alk und medis. Meine Eltern sind beide Alkoholiker, da hab ich schon seit der Kindheit versucht, dass das aufhört, aber wie eben geschrieben eher selbst reingerutscht. Scheiß Sauferei, Streit in der Familie, Schläge etc. Ist bis heute nicht viel anders, bin froh, dass ich weiter weg wohne und auch dass mit den Medis in den Griff bekomen hab. Aber das jetzt macht micht kaputt. Hatte vorher auch ne Beziehung, sogar verheiratet, nicht mal zwei Jahre, auch Schläge bekommen, immer wieder Missachtung und eiskalt abserviert, weil ich damals schwanger war. Da bin ich total abgerutscht. hab mich auch massiv selbst verletzt (Knochenbrüche in der Hand z. b. weil ich vor frust immer wieder irgendwo dagegen gehaun hab, hatte ich auch früher in ganz hungen Jahren schon, hab ein Brandmal am arm, weil meine eltern sich wieder geklppt haben, hab ich mir den Arm mit dem Feuerhaken verbrannt). Ich bin so am Ende. Manchmal glaub ich schoh, dass ich die bin die in Thera mussl Entschuldgt bitte auch die Schreibweise, aber ich bin schon siet stunden am heulen und trinken und wieder medis (morphinbasis). ich kann einfach nicht mehr. war nach der sache mit meinem ex (mit dem kind das) kurz vorm Suizid, da hat der mich rausgeholt, dem ich jetzt versuche zu helfen, aber ich spiel mich glaube selber grad kaputt. Falls das alle sgrd nach selbstmitleid klingt, bitte bitte verzeichen, zuviel von dme scheiß alk, wieß gar nicht wie ich morgen arbeiten soll.

    lg

  • Hallo Coolcat :wink:

    letztendlich ist es die Waagschale, in die Du Dein Glück wirfst. Und meine Vorredner haben es bereits reflektiert - es ist Deine Entscheidung. Nur solltest Du die Anzahl der Chancen für Deinen freund auf ein Minimum reduzieren. Wenn er es jetzt nicht packt, dann nie. Und wenn er den Entzug um der Beziehung willen beginnt, dann weißt Du, was das bedeutet. Aber Du darfst nicht endlos leiden! Einmal noch die Emotionen zulassen, aber mehr nicht. Du darfst Dich jedoch nicht ewiglich hin und her reißen lassen...

    Deine Vorgeschichte mit Drogen, Medis & Co. hört sich in diesem Zusammenhang nicht gut an. Das sieht nach einem Rückfall aus. Paß bloß auf Dich auf und mach keinen weiteren Unsinn...

    G24h - nur für heute :63:

    Mickey

  • Nix für ungut, ehrliche Worte
    Aber, wie willst du denn jemandem helfen???

    Zitat

    Ich bin so am Ende. Manchmal glaub ich schoh, dass ich die bin die in Thera mussl Entschuldgt bitte auch die Schreibweise, aber ich bin schon siet stunden am heulen und trinken und wieder medis (morphinbasis)


    Ich würde schleunigst schauen, dass ich mir erstmal selber helfe!!!
    Bitte ganz dringend...

    Und glaube mir: Menschen wie wir sollten lieber alleine leben, als mit konsumierendem Partner!

    Sorry, aber Ehrlichkeit muß da schon sein dürfen...Ist ja nix persönliches...LG.Gane

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