Wie geht mein Weg weiter ?

  • Hi, ich kämpfe seit 4 Jahren zuerst mit Depressionen und nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Kliniken nun als erkannte Krankheit " postraumatische Belastungsstörung ".
    Ich habe 15 Jahre meine eigene Firma ( 4 Angestellte ) erfolgreich geleitet. Vor 4 Jahren wollte ich mir eine 3 monatige Auszeit gönnen. Da begann das ganze Drama! Ich hatte plötzlich Ruhe und keinen Stress mehr, und plötzlich holte mich meine Vergangenheit ein. Das was jahrzehnte verdrängt war, stand plötzlich vor mir. Ich hatte plötzlich solche Depressionen und meine Persönlichkeit veränderte sich, daß ich nicht mehr Herr meiner Sinne war. Seit diesem Zeitpunkt ( 4 Jahre ) war ich von heut auf morgen krank und habe meine Firma nicht wieder betreten! Was war der Grund? " Missbrauch von Schutzbefohlenen " Ich war damals 13 Jahre alt und im Leistungssport aktiv. Zu dieser Zeit wurden an auserwählten Kindern medizinische Experimente durchgeführt. Hierbei ging es um Muskelstimulation mittels Strom. Ich wurde auserwählt und als " besondere Auszeichnung " deligiert. Es galt eine hohe Geheimhaltungsstufe. Selbst meine Eltern wußten nicht, was da geschieht! Wir wurden so eingeschüchtert, daß wirklich kein Wort nach Außen ging. Was da abging, kann man nicht in Worte kleiden. Ich hatte nur Angst und unerträgliche Schmerzen an den Handschellen der Stromleiter... Diese Prozedur dauerte 8 Wochen und 5x die Woche. Ich arbeite nun seit einem Jahr mit einem Psychiator zusammen. Bis jetzt haben wir an meiner Stabilität gearbeitet. Meine Frau hat mich auch verlassen. Jetzt sollte die eigentliche Behandlung " EMDR " siehe WWW beginnen, aber diese wurde abgebrochen, da die Verantwortung seitens Psycho. nicht übernommen wird. Ich warte auf einen Platz in einer Spezialklinik. Ich verletze mich im Unterbewußtsein am rechten Handgelenk, indem ich mit den Fingernägeln versuche,
    die schmerzenden Fesseln weg zu kratzen. Dabei geht es bis aufs Blut. Ich war auch deswegen in der Geschlossenen. Ich kann nur sagen, wenige Tage in den vergangenen Jahren waren voll mit Sonnenschein. Vergangene Woche hatte ich eine solche Wut, daß ich einfach ein Messer genommen hatte und einen relativ großen Schnitt in das Handgelenk gemacht habe. Was soll ich sagen, es ging mir plötzlich besser ich fühlte mich in diesem Moment leicht! Wenn ich daran denke, daß ich bereits 2x in der Klinik versucht habe mir das Leben zu nehmen und 1x auf der Brücke stand... Nun habe ich Angst, vor einer neuen Verletzung mit dem Messer. Ich trage einen Verband und verstecke diesen im Ärmel. Meinem Psycho kann ich dies noch nicht sagen (Urlaub). Ich habe Angst und allein in einer Wohnung, da kann vieles passieren! Die Wartezeit auf die Klinik beträgt 4-5 Monate. Wie geht es weiter?

  • Hallo robert,

    wenn du dir nicht sicher sein kannst, dass du es alleine schaffst, dann begib dich auf eine Akutstation einer Klinik. Dort kannst du aufgefangen werden, zumindest bis dein Thera wieder aus dem Urlaub zurück ist. Die Zeit bis du in die Klinik kannst, musst du irgendwie überbrücken und durchhalten mit Hilfe deines Theras oder mit Hilfe einer Akutstation in einer Klinik. Wenn du suizidgefährdet bist, müssen die dich sofort aufnehmen, da hast keine Wartezeit!

    Liebe Grüße
    rose

  • Hi Rose, danke für Deine Nachricht.Ich versuche es vorerst mit Ablenkung. Ich habe heute bereits 3 Waschmachienen erledigt, die Wäche ins Freie gehängt und am Nachmittag muß diese noch in den Schrank. Ich weiß natürlich, daß der Abend und die Nacht wieder lang sein wird. Ich besitze auch ein Notfallmedikament, welches ich im Akutfall nehmen kann, aber da schlafe ich über 20 Stunden, wenn mich keiner weckt. Aber das ist mir eigentlich auch egal, es wartet sowieso keiner auf mich. Obwohl ich einen lieben und fürsorglichen Sohn habe, der sich doch um mich kümmert. Den kann und will ich nicht enttäuchen. Der würde bestimmt Alles für mich machen! Er hat gerade mit seiner Freundin einen eigenen Hausstand gegründet und beide gehen tgl. zur Arbeit. Da will ich eigentlich nicht mit meinen Problemen dazwischen stehen. Ich freue mich so über deren Glück!
    Robert

  • Es ist schön, dass sich dein Sohn um dich kümmert, aber noch wichtiger wäre, dass du dich um dich selbst kümmerst! Du bist für dich verantwortlich, nicht dein Sohn! Aber wenn er dich unterstützen will, dann nimm es ruhig an. Er ist sicher alt genug, um selbst zu entscheiden, wieviel er dir an Unterstützung zukommen lassen kann.

    Liebe Grüße
    rose

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