Versteh Die Welt nicht mehr was denkt ihr ?

  • Hallo zusammen,

    Ich habe seit dem 01.03. eine neue Anstellung, habe mich riesig gefreut darüber ich ihr sich denken könnt.
    Nun ja beim Vorstellungsgespräch war ich ganz ich,
    ich muss das dazusagen , Pink schwarze haare und mehr in die Metalrichtung.
    Der zuständige beim Gespräch fand mich klasse und meinte nur ich solle meine tattoos verdecken und Piercings raus , was für mich null Problem ist.
    Arbeit is Arbeit.
    Ich arbeite am empfang und das büro von meinem Chef is unmittelbar daneben. Ich werde nun seit zwei Wochen jeden Tag in sein Büro gerufen und runter gemacht weil ich so bin wie ich bin.
    Ich trage in der Arbeit ganz normale sachen , keine Tötenköpfchen oder sonstiges.
    Ich solle aufpassen wo ich am WOchenende hingehe weil ich Die Firma representiere.
    Ich bin der Meinung mein Privatleben geht in nichts an.
    Das schlimmste ist das auch meine Kollegen mich nicht ab können.
    :wall:
    Egal was es ist scheisse und Falsch .
    Der grösste witz an der Sache is meine Arbeitsleistung sei Super.

    Tja was würdert ihr machen ??

    LG das Metalheart :23:

  • Hallo Metalheart,

    ich würde an deienr Stelle mal das Gespräch mit dem Chef suchen. Warum er nun so dagegen ist, wenn er doch beim Vorstellungsgespräch offensichtlich nichts gegen deinen Look hatte. Ein ganz ruhiges, vernünftiges Gespräch suchen und versuchen, das was zwischen euch steht, zu bereinigen!

    Liebe Grüße
    rose

  • Hi,

    was genau wirft er Dir denn vor? "Nur" Deine privaten Aktivitäten? Wenn ja, welche sind das denn? Inwieweit könntest Du der Firma da schaden?

  • Grundsätzlich bin ich der Meinung das jeder Mensch Beruf und Freizeit trennen muss. Auch Kunden muss das klar sein das es auch ein privatleben gibt und das nicht miteinander in Verbindung bringen. Solange Du Deine Arbeit klasse machst ist alles bestens. Bei mir hat sich das auch schon vermischt. Da war ich im Schwimmbad und ein Patient kam und laberte mich voll mit nem Termin zum absagen. Sowas geht einfach nicht

    . Ok, Extrem Dinge können dem Arbeitgeber schon schädigen. Wenn ich aktiv für den Tierschutz arbeite und in meiner Freizeit Tiere in ein Versuchslabor bringe schädigt das ganz klar den Ruf. Aber hey, DU wurdest genauso eingestellt wie DU bist. Aber mehr als nochmal ein Gespräch führen kannst wohl nicht. Mir fällt dazu folgendes ein da könnt ich mich immer tierisch aufregen...kommt meistens von den Frauen...damals...als ich Dich kennengerlernt habe warst Du noch ganz anderst, in den hatte ich mich verliebt. Jetzt hast Du Dich total verändert...(öhm, meistens auch noch weil irgendwelche Anforderungen gestellt wurden)

    Er hat früher lange Haare getragen...Ihr ist das unangenehm vor der Familie gewesen. Haare ab, er will es Ihr ja auch Recht machen und gefallen und dann hört man so einen Spruch. Das gibts so oft. Unverständlich für mich.


    Hätte er sich früher überlegen müssen als er dich in der Vorstellung hatte. Darum gibt es eine Probezeit. Wenn er plötzlich ein Problem mit Dir hat....ist das SEINES. Lass Dich nicht verbiegen um des Friedens willen. Klar hat man Angst nen Job zu verlieren, aber sich zu "verkaufen" ist noch schlimmer. LG, Carry

  • Hallo ihr lieben ich danke für eure Antworten , das Problem wurde gelöst ich bin entlassen worden ... Heute Morgen ... nun suche ich wieder nach was neuem .. Mir ist es nur unerklärlich wieso Menschen so etwas tun .. einstellen und dann wieder entlassen ...

    Aber vielen Dank ... :smiling_face:

  • Och Mensch, das tut mir aber leid. Ich hoffe, dass Du jetzt den richtigen Platz für Dich findest.

    Gruß
    Whoopie

  • Hallo,

    der Thread ist zwar nicht mehr sooo aktuell, doch das Thema selbst wird immer aktueller. Ich bin arbeitslos und kann aus dem Grunde vielleicht nicht ganz so gut mitreden. Die letzten Tätigkeiten, die ich ausgeübt habe, waren ein Ein-Euro-Job und davor "Mädchen für alles" in einem Fahrradgeschäft.

    Ein paar Takte zu meinem Äußeren: Ich habe Vollglatze, trage ein Piratentuch, meine Arme sind sehr bunt (keine Suff-Tattoos sondern richtig gute), der Kleidungsstil bewegt sich irgendwo zwischen Alt-Hippie, Gothic und Rocker.

    Genau in diesem Aufzug bin ich auch an die Jobs gekommen. Während der sieben Jahre im Bike-Shop hatte so gut wie kein Kunde ein Problem mit meinem Outfit. Im Gegenteil, einige kamen sogar extra wegen mir in den Laden. Der erste Teil des Ein-Euro-Jobs gestaltete sich dann etwas anders.

    Der Chef der Polsterei ließ vom ersten Tag an durchblicken, dass er nichts von mir hielt. Da man mit ihm nicht reden konnte, schrieb ich ihm kurzerhand einen Brief, um auf die allgemeinen Missstände aufmerksam zu machen, denn er schikanierte nicht nur mich. Nur trauten sich die Kollegen nicht, ihn zu kritisieren.

    Das Resultat sah dann so aus (selbstverständlich hatte ich mich im Brief einer äußerst kultivierten Sprache bedient), dass der Chef eine 180°-Wende vollführte. Für zwei, drei Tage. Danach mobbte er mich erst richtig. Kurzum: Ich sprach die Sozialbetreuerin an und erwirkte den Wechsel des Arbeitsplatzes.

    Danach arbeitete als Haustechnik-Assistent (also als Hausmeister-Assistenten-Gehilfe) in einem Altenheim. Meine neue Betreuerin meinte, dass ich dort unmöööglich mit einem Totenkopf-T-Shirt antreten könne. Ich meinte, dass ich mir schon laaange nicht mehr meine Klamotten vorschreiben lasse und dass man einem "geschenkten Gaul" schon mal überhaupt nicht ins Maul schaue (denn schließlich erhalten diese Ein-Euro-Job-Arbeitgeber ja Geld von der ARGE und zahlen für mich keinen Cent!).

    In Windeseile hatte ich im gesamten Heim einen sehr guten Ruf erworben, was einerseits an der beinahe zu sorgfältigen Erledigung der mir aufgetragenen Aufgaben und auch daran lag, dass ich mich nebenbei mit den alten Leuten befasste. Da es sich bei Leuten "meiner Kaste" jedoch so verhält, dass die fest Beschäftigten vielerorts der Auffassung sind, ihre Arbeiten an uns weiter zu delegieren, blieb auch ich davon nicht verschont.

    Also, eigentlich blieb ich das doch, denn ich verweigerte diese Arbeiten einfach mit dem scharfen Hinweis darauf, dass sie nicht weisungsberechtigt seien; dies sei nur mein direkter Vorgesetzter. Daraufhin beschwerten sich diese Stationsvorsteherinnen natürlich bei meinem Chef und kassierten regelmäßig eine derbe Abfuhr.

    Die Moral von der Geschicht´: Falls ich mal wieder in der "ersten Arbeitswelt" Fuß fassen sollte, werde ich mir auch dort von niemandem auf der Nase rumtanzen lassen. Mein Lebensstandard ist recht niedrig angesiedelt, ich habe keine Schulden und trachte nicht nach immensen materiellen Werten. Was soll mich also bedrohen?! Ich werde dieser Willkür keinen Vorschub leisten. Ich gehöre mir und gehe mit dem Unterzeichnen eines Arbeitsvertrages nicht automatisch in das Eigentum des Chefs über...

    Gruß, Paule

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