...traurig zu sein.
Ich mein, klar geht nicht immer alles nach Plan, klar sind meine Eltern seit knapp einem Jahr geschieden, meine Mum hat depressive Anfälle und mein Dad fragt meinen Bruder und mich immer über sie und ihren neuen Freund aus. Habe ich eben Monate damit verbracht, Mum zu trösten, wenn mal wieder etwas nicht nach Plan gelaufen ist, oder sie einfach nur traurig war und meinte, sie läge in Scherben. Aber das gibt mir noch lange nicht das Recht, selbst traurig zu sein, zumal ich bei diesem Trösten ja zumindest gegen Ende hin einfach nur... nichts mehr gespürt habe...
Wenn ich so lese, was anderen passiert ist, kommt mir eben immer wieder der Gedanke, dass ich mich nicht so fühlen sollte, so... hoffnungslos irgendwie. Dass ich lächerlich bin, weil ich mich wegen solchen Lappalien selbst verletze, weil ich auch gar nicht damit aufhören will.
Weil es eigentlich nur diese Antriebslosigkeit, diese Müdigkeit ist, die ich loswerden möchte.
Und dann denke ich, dass ich mir das ganze vielleicht nur einbilde, dass ich mir nur selbst in der Rolle eines traurigen Menschen gefalle und mir deshalb einrede, dass ich nicht okay bin.
Ich hab doch keine Ahnung, was eigentlich mit mir los ist...
Sorry, wollte das nur loswerden.
LG
Neverland