schizoaffektive Störung F25.0

  • hallo liebe leutz,
    ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll.

    also ich bin 41 Jahre, kiffe seit 13 Jahren und habe die genannte Diagnose + maniformes Syndrom i. R. einer bipolaren Störung F31.1 + Narzisstische Persönlichkeitsstörung F 60.8

    aktuell sieht man eine Behandlung mit Lithium, Quetiapin oder Valproinsäure vor, allerdings weigere ich mich.

    Habe die Bereitschaft mit Thc, Nikotin aufzuhören und strebe eine stationäre Langzeittherapie an

    Meine Frage an Euch:

    Welche Therapieform wäre für mich möglich / sinnvoll?
    Ich bin schon mal medikamentös behandelt worden und funktioniere dann auch ganz gut ... nur kann ich mich dann selbst nicht ertragen.

    erst mal Danke
    ahorn

  • Hallo Ahorn,

    Ich finde Verhaltenstherapie als Einstieg immer recht gelungen, wenn du richtig auf deine Medikamente eingestellt bist.

    In erster Linie braucht es eine Änderung deines Verhaltens, um langfristig tieferliegendes angehen zu können.

    Wie stellst du dir eine Langzeitthera vor, hast du einen Arzt, oder Therapeuten der dir Tips wegen klinik geben kann?

    Oftmals ergibt sich die nachfolgende Therapie aus den Erfarhungen, die du in der Klinik gemacht hast.

    ...darf ich fragen, warum du dich gegen Medikamente wehrst?

    :winking_face: Kann dir sagen, auch wenn du dein Verhalten änderst fühlt sich das erstmal fremd und seltsam an, neu eben ...
    Viel Glück
    Julchen

  • An meine Kindheit habe ich nur wenige konkrete Erinnerungen. Ich habe nur ein ungutes Gefühl, Missbrauch in irgendeiner Form.
    Mit 11 wurde ich dann von einem fremden Mann missbraucht.
    2001 + 2003 Psychiatrie Diagnose: Psychose
    2005 Krebs
    2007 Tod meines Sohnes
    2009 Scheidung + neue Diagnosen

    der Grund warum ich keine Medikamente nehmen will ist, dass sich dann meine Persönlichkeit verändert, die Art wie ich denke.

    Auch habe ich den Eindruck als Kind traumatisiert worden zu sein. Dieses ist durch die letzten Jahre in mir wieder hoch gekommen. Ich kann mich nur nicht erinnern.
    Ich habe den Eindruck "blockiert zu sein" als würde ich etwas ausblenden. Daraus resultiert meines Erachtens auch mein affektives Verhalten. Ich bin überfordert durch unverarbeitete Erfahrungen
    Wenn ich mich dem also in Form einer Therapie stelle, dann gehe ich davon aus, dass meine Problematik/Erkrankung geheilt wäre

  • Nun :smiling_face:

    Schön wenn es so wäre nur all das dauert, und manchmal helfen Medis eben auch, seine Sicht auf gewisse Dinge zu fokussieren.
    Reaktionen abzuschwächen, bzw.erstmal funktionieren zu können.
    Mit der Zeit ist sicherlich auch wieder ein Absetzen drin, Medis helfen dir bei deiner Arbeit, und blockieren dich nicht, nicht sie verändern deine Persönlichkeit, das mag nur so erscheinen, weil du eben wieder mehr Zugang zu dir hast.

    Erfolgreiche Thera verändert auch deine Persönlichkeit :winking_face:

    Wie wärs einfach mit einem sich drauf einlassen, es versuchen?

    Wünsch dir KRaft
    Julchen

  • Hallo ahorn,

    ich empfehle Dir die Internetseite von UTU´s Texte einfach googlen.
    Dort steht ausführlich alles über Missbrauch und Verdacht darauf.
    Sehr aufschlussreich.
    Grüße Kyrille

    P.S. Dort wird auch über die verschiedenen Therapieformen geschrieben und welche einem am besten helfen könnte.

  • Es verändert sich durch Medikamente die Art meines Denkens. Es wird langsamer und ruhiger ... öder, fader, blasser ... keine Sprünge, keine Blitze.

    Ich habe keine Zwangsgedanken oder Wahnvorstellungen ... ich habe emotionale Störungen. Ich kann kein Vertrauen aufbauen. Wie sollen mir da Medikamente helfen?
    Ich habe Angst / Ängste und ich will mich denen stellen.
    Ich bin für Veränderung bereit und will mein Leben umstellen und neue Lebensinhalte finden, meine Persönlichkeit kennen lernen und abgespaltene Bereiche integrieren.
    Ich vermute daraus wird eine neue Persönlichkeit entstehen.

    DAnke für die Kraft, ... die werde ich brauchen, da ich nicht gedenke mich auf medis einzulassen.
    ahorn

  • Hi,

    ich finde es gut, das Du Dich entscheiden willst, keine Medikamente
    nehmen zu wollen. Finde, die werden einfach zu voreillig für
    alles eingesetzt. Geht ja mal wieder um Gewinnspannen und
    Versuchsobjekte. Wie oft habe ich schon gelesen das diese
    den Leuten gar nicht wirklich helfen und viele dies einfach
    als Zuwendung an Ihre Person missverstehen. Ist wirklich
    leider sehr oft der Fall.

    Kyrille

  • hallo Kyrille,
    ich möchte mich für Denen Hinweis auf UBU bedanken. Ich glaube bei mir liegt eine Traumatisierung zugrunde, allerdings aufgrund meiner Psychose-Vorgeschichte will man mich nicht ganzheitlich behandeln.
    Zuerst wollen sie mir medis verabreichen
    Grüße
    ahorn

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