Wahnvorstellungen durch Alkohl oder ohne?

  • Dadurch, das ich immer im Wechsel mal bei dem einen, mal bei dem Anderen gewohnt habe, ist vieles untergegangen... Klar hat meine Mutter das gemerkt, mein Vater auch! Selbst meinen Lehrern ist das aufgefallen, weil ich teilweise besoffen oder auf anderen Drogen in die Schule gekommen bin. Und wie ich ja in diesem Thread schon mal schrieb, waren wir bei zig Ärzten und Therapeuten. Bei der Suchtberatung war ich dann das erste Mal mit 16, aber auch das hat keinen Erfolg gebracht, weil ich einfach so weiter gemacht habe, wie bisher. Meine Eltern waren wohl einfach überfordert mit mir und wußten sich nicht zu helfen... Mein Vater ist "einfacher" Werkzeugmacher in einer Fabrik und der hat was sowas angeht auch einfach keine Ahnung gehabt. Meine Eltern waren nur froh, das ich wenigstens regelmäßig zur Schule gegangen bin und meinen Abschluß dann irgendwann gemacht habe. Meine Mutter wollte auch nicht, das ich mit 18 ausziehe, aber ich hab das dann einfach gemacht und wie gesagt, ab da ist es dann ganz schlimm geworden. Wenigstens hat meine Mutter dann soweit unterstützt, das sie mir meine erste Therapieeinrichtung gesucht hat. Mein Vater hat mich dann auch ganz runtergefahren bis nach Bayern und auch wieder abgeholt, aber die erste Therapie hat mich auch nur weggebracht von den illegalen Drogen, der Alkohol blieb. Erwähnenswert wäre bei bei übrigens auch noch meine Unfall, den ich mit 14 Jahren hatte, bei dem ich fast gestorben wäre! Meine Eltern meinten immer zu mir, das ich mich seitdem total verändert hätte!

  • Und bei deinem Unfall könnte man sicher therapeutisch auch mal ansetzen, weil solch ein Traumata kann schon einiges durcheinander bringen. Schon mal Therapie in der Hinsicht gemacht?

    LG Franz

  • oh ja, du hast wahrscheinlich ein Trauma durch den Unfall. Verständlicherweise. Darf ich fragen, was das für ein Unfall war?

    Da ich ja selbst noch immer im Alkoholteufelskreis gefangen bin, kann ich dir natürlich keine gut gemeinten Ratschläge geben :frowning_face:

    Wie läuft dein sonstiges Leben ab? Hast du eine Freundin? GEhst du arbeiten oder? *neugierig frag*

  • Ehrlich gesagt nicht. Meiner Psychiaterin ist das mit dem Unfall auch bekannt, aber daran hat sie auch noch nicht gedacht. Und naja, eigentlich merke ich da auch nicht wirklich etwas, was mich jetzt an dem Unfall traumatisiert haben könnte. Es gibt schon eine Sache, die ich heftig fand, aber das ist eine Sache, die viele als Spinnerei abtun und einem den Vogel zeigen...

    Nein, arbeiten gehe ich nicht, allerdings bin ich tagsüber meistens in einer Tagesstätte, die hier vom Wohnheimträger betrieben wird. Und eine Freundin habe ich schon seit Jahren nicht mehr gehabt... Ist vielleicht auch manchmal besser so, obwohl ich teilweise schon sehr einsam bin... :frowning_face:

    Edit: Achja, bei dem Unfall hat mich ein Motorrad angefahren, als ich aus dem Bus ausgestiegen bin und dann vor dem Bus über die Straße wollte.

  • Was halten denn die anderen für eine Spinnerei? Wenn du etwas so empfindest oder etwas fühlst, was andere nicht verstehen, fühlst du es trotzdem.

    Was macht ihr denn so tagsüber, habt ihr gespräche oder bist du den ganzen Tag allein in deiner Wohnung?

  • Also, das war so: Ich lag für eine Woche in einem Krankenhaus speziell für Unfallopfer mit Schädelverletzungen. In dieser Woche lag ich auch im Koma. Und während ich im Koma lag, habe ich über dem Bett einer Frau "geschwebt" und dieser Frau beim sterben zugeschaut. Als ich aus dem Koma aufgewacht bin und später in eine andere Klinik verlegt worden bin, habe ich vorher gefragt, ob eine Frau gestorben ist, als ich im Koma lag. Ich hab denen die Frau beschrieben, so wie ich sie da im Bett liegen gesehen hab. Und einer von den Pfleger meinte, das so eine Frau tatsächlich gestorben sei. Das heftige daran war, das die Frau nicht mal in dem selben Zimmer lag, wie ich selbst! Was sehr, sehr seltsam war...

    Zu den Gesprächen: Ja, wir haben hier auch Gespräche, aber eigentlich nur ein Standardgespräch in der Woche, was als Pflichtveranstaltung gesehen werden kann und ansonsten habe ich nur Gespräche, wenn ich das auch will. Und es gibt natürlich Gespräche, die eventuelle Rückfälle, Selbstverletzungen oder andere Krisen und Ärger angeht! Da ich aber eher unaufällig bin die meiste Zeit, bleibt es bei dem einen Gespräch in der Woche. Wenn's mir natürlich mal richtig kacke geht, dann suche ich auch das Gespräch und dann ist auch immer wer da, egal ob tagsüber oder mitten in der Nacht!

  • Ich finde das keine Spinnerei, das war eine Vorahnung von dir und ich glaube dir :smiling_face: habe auch schon solche Dinge erlebt.

    Sprich doch mal deinen Therapeuten an, wie du dir da helfen lassen kannst. Das wäre glaub ich das einfachste, denn da du ja betreut wohnst, kommst du ja auch eher an Hilfe denke ich oder was meinst du?

  • In ca. 7 Wochen habe ich ein Erstgespräch bei einer Psychotherapuetin, worauf ich jetzt schon ewig gewartet habe! Und so wie ich schon von diversen Leuten gehört habe, scheint die Frau schon in Ordnung zu sein, aber davon muss ich mich natürlich noch selbst überzeugen, aber ich bin da sehr zuversichtlich! :winking_face: Wäre auf jeden Fall schon gut, wenn ich jetzt mal meine ganzen psychischen Probleme aufarbeiten könnte, denn das ist glaube auch mit ein Grund, warum ich am Trinken bin!

    Und hier im Haus selber haben wir keine richtig festangestellten Psychologen oder sowas! Das sind alles "nur" Sozialpädagogen oder Krankenpfleger. Also hier im Haus läuft eigentlich nix mit Therapie, hier soll man wieder für das Arbeitsleben fitgemacht werden. :winking_face:

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